Bad Grund (ps). Das Schachtfest auf der Schachtanlage Knesebeck soll an die über 160 Jahre Bergbautätigkeit in Bad Grund erinnern.

Nicht nur der Förderverein Bergbaumuseum, sondern auch der Knappenverein Bad Grund und Umgebung steht zum Erhalt der Bergbautradition. Mit dem Besuch des Schachtfestes in Bergmannsuniform wurde das zum Ausdruck gebracht.

Nur in Zusammenarbeit zwischen dem Bergbauförderverein und dem Kur- und Touristikverein sei die Durchführung des Schachtfestes möglich, hob Karl-Hermann Rotte in seiner Begrüßung hervor und dankte den Ehrenamtlichen aller Vereine für ihr Engagement, in Bad Grund die Bergbautradition zu erhalten. Eine Verpflichtung, die mit der Anerkennung der Oberharzer Wasserwirtschaft als UNESCO Weltkulturerbe bestehe. Mit dem Grunder Gefälle, der Rad- und Kehrradstube und dem Hydrokompressorturm sei die Schachtanlage Knesebeck ein Teil davon.

Nach altem Brauch wurde das Schachtfest mit einer bergmännischen Andacht eröffnet, die von Pastor Michael Henheik in der Maschinenhalle gestaltet wurde. Mit Liedern aus dem Oberharzer Schichtsegen und in der Predigt wurde an das schwere Bergmannsleben im Harz erinnert. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, werde dazu die Tür zum Bergbaumuseum aufgetan.

Nach der bergmännischen Andacht folgte der Auftritt des Musikzug Taubenborn unter der Leitung von Karsten Wagner. Mit schmissigen Weisen wurden die Besucher unterhalten und Marschmusik zeigte 20 Studenten den Weg zur Schachtanlage. Als Wandergruppe waren sie von Clausthal nach Bad Grund gestartet, um am Schachtfest teilzunehmen.

Auch wenn das Schachtfest nach den Anstrengungen der Walpurgisnacht als Familienfest besucht wird, um die Gelegenheit zum Gedankenaustausch über Ereignisse in der Bergstadt zu nutzen, Führungen durch das Bergbaumuseum, natürlich auch „unter Tage“ gehören dazu.  

In fünf Führungen nutzten rund 60 Besucher das Angebot.

Foto oben: Ein gut besuchtes Schachtfest auf dem Knesebeck

 

Bergmännische Andacht in der Maschinenhalle

 

Der Musikzug Taubenborn unterhielt die Gäste. (Fotos: Peter Schwinger)