Bad Grund (pb). Während der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund, welche den Reigen der Hauptversammlungen der Ortswehren der Gemeinde Bad Grund eröffnete, legte Thomas Wenzel seinen ersten Jahresbericht als Gemeindebrandmeister vor.

Er begann ihn mit einem herzlichen Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden für deren engagierte, kompetente und im Ergebnis sehr positive Arbeit. „Es war schon ganz schön viel Arbeit, die im vergangenen Jahr bewältigt werden musste“, und man habe alle gemeinsam gemeistert. Nicht unerwähnt ließ Wenzel die ebenfalls gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Bürgermeister Harald Dietzmann. Genau die hätte ihm in seinem ersten Jahr als Gemeindebrandmeister viel Spaß bereitet…

Ein nicht minder großes Dankeschön richtete er an Dirk Blanke. Der habe seine Aufgaben als stellvertretender Gemeindebrandmeister wahrgenommen und dabei seine eigenen Ideen mit eingebracht. „Ich finde  es auch sehr wichtig, dass Ideen eingebracht werden, damit es immer weitergeht und nicht zum Stillstand kommt“.

Weiter ließ Wenzel durchblicken, dass Florian Friedrich aus Eisdorf sich bereit erklärt hat, die Aufgaben des Brandschutzerziehers zu übernehmen. Somit kann die Brandschutzerziehung in der Gemeinde weiter fortgeführt werden.

Außerdem habe er zusammen mit Gemeindebürgermeister Dietzmann die neue Entschädigungsatzung der Gemeinde ausgearbeitet die ab 1. Januar in Kraft getreten ist.

Außerdem konnte das ausgefallene Mannschafttransportfahrzeug der Feuerwehr Windhausen letztes Jahr bestellt werden. Es befindet sich zwar noch im Ausbau, kann aber in nächster Zeit in Dienst gestellt werden.

Alle Anschaffungen aufzuzählen würde den Rahmen zwar sprengen, er könne aber trotzdem versichern, dass man  gut aufgestellt ist. „Auch hinsichtlich der persönlichen Ausrüstung könnt ihr sicher sein,

dass wir den heutigen Stand beibehalten werden. Einer Verbesserung stünde aber auch nichts im Wege. „Denn die Sicherheit und Gesundheit der Aktiven wird immer an erster Stelle stehen“.

Allerdings bereitet ihm die mangelnde Bereitschaft, sich als Atemschutzgeräte- Träger ausbilden zu lassen oder aber auch die geforderten Leistungsnachweise zu erfüllen, große Sorgen. Dass diese Tatsache von einigen als nebensächlich gesehen werde, stimme ihn schon nachdenklich. Somit werde es immer schwieriger, diese Träger zu motivieren.

„Wir versuchen, die Ausbildung so interessant, wie möglich zu gestalten. Es gibt unseren Ausbildungstag. Wir fahren zum Brandcontainer nach Bad Gandersheim. Aber sehr oft scheitert es an der Lust oder an der Einsicht der Notwendigkeit“.

Der Gemeindebrandmeister appellierte an alle möglichen Träger, die Ausbildung zu machen und zu ihrer eigenen Sicherheit auch die Leistungsüberprüfungen zu absolvieren „Wir brauchen einsatzbereite Träger, um unsere Aufgabe zu erfüllen“.

Auch das Hochwasser im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass man in diese Richtung noch aufrüsten sollte. Aus dem Grunde werden 2018 zwei Schmutzwasserpumpen angeschafft.

Die Feuerwehr Badenhausen wird eine Tragkraftspritzte erhalten. Die Absauganlage für die Gerätehäuser der Wehren in Badenhausen und Windhausen werden im Laufe des Jahres gebaut.

Abschließend gab er noch einige Zahlen bekannt. So darf sich die Gemeinde Bad Grund  auf 190 Kameradinnen und Kameraden verlassen. In der Altersabteilung sind 140 Kameradinnen und Kameraden. Die Jugendwehren haben 64 Mitglieder, außerdem sind 16 Musiker und Musikerinnen vertreten und 13 Kameraden sind Ehrenmitglieder.

Insgesamt wurde 2017 zu 141 Einsätzen ausgerückt, 30 davon waren leider wieder Fehlalarme.