Bad Grund (pb). Die Freiwillige Feuerwehr der Bergstadt  Bad Grund stellte im zurückliegenden Jahr erneut einen Dienst- und Einsatzrekord auf. Diese Tatsache legte Ortsbrandmeister Dirk Blanke während der Jahreshauptversammlung im Atrium offen dar. Denn die vermeintliche Rekordzahl von 8 051 Stunden im Jahr 2016 ist 2 017 um fast 1 000 auf  9 044 Stunden gestiegen.

Schließlich habe man sich 14tätigf zu insgesamt 26 Übungsdiensten getroffen, die Anzahl der Sonderdienste belief sich auf 24. Insgesamt habe man 79 Mal ausrücken müssen. Zu den insgesamt 14 Brandeinsätzen hatte auch der Einsatz zu einem Großbrand Ende Juni gehört. Dabei hätte sich gezeigt, wie ein angenommenes flammendes Inferno innerhalb von fünf Minuten mit Können, Wissen und richtigen Werkzeug gelöscht sein kann.

Blanke schaute aber nicht „nur“ auf die letzten beiden, sondern auch auf die letzten zwölf Jahre zurück. So sei es doch sehr erfreulich, dass nicht bloß die Zahl der aktiven Mitglieder konstant geblieben ist, sondern sich insbesondere  die Altersstruktur verbessert hat. „Damit steht die Einsatzabteilung auf sehr soliden Füßen“. In Zahlen ausgedrückt sieht das so aus, dass eben in der aktiven Abteilung 43 Kameradinnen und Kameraden vertreten sind, während außerdem noch sechs in der Reserve stehen, sind 25 inaktiv. Übrigens wurden während der Versammlung ein Mitglied aus der Jugendwehr und ein Quereinsteiger in die aktive Wehr übernommen.

Auf die Fusion der Kreise Osterode und Göttingen zu sprechen kommend, von welcher auch die Wehren betroffen waren, versicherte er, dass trotz der Schließung der Einsatzleitstelle in Katzenstein alles nicht so schlecht aussieht, wie eingangs angenommen. Kameradschaftlich funktioniere es schon sehr gut mit den Wehren aus dem Altkreis Göttingen. Man begegne sich auf gleicher Augenhöhe. Doch dürften Nachbesserungen nicht übersehen werden. „In jedem Fall befinden wir uns auf dem richtigen Weg“.

Auf die zwölf Jahre Amtszeit eingehend, die mittlerweile hinter ihm  liegen, versicherte der Ortsbrandmeister, dass er Höhen und Tiefen erfahren habe. Weil er aber weiß, dass er sich nicht „nur“ auf seinen Stellvertreter, sondern auch die gesamte Mannschaft verlassen kann,  hat er sich entschlossen, weiter zu machen.

Florian Albrecht, Jugendwart  der Bad Grundner Jugendwehr, verwies in seinem Bericht darauf, dass sich der gemeinsame Schritt der drei Jugendwehren Eisdorf, Bad Grund und Gittelde zur „EisBaGGi“ als der richtige erwiesen hat.

Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel sprach allen ein herzliches Dankschön für deren engagierte, kompetente und im Ergebnis sehr positive Arbeit aus.

Bürgermeister Harald Dietzmann erinnerte in seinem Grußwort an ein sehr bewegtes vergangenes Jahr. Leider seien auch 2017 noch zu viele Fehlalarme zu verzeichnen gewesen, die sich aber beispielsweise in der Ortschaft Bad Grund deutlich nach unten bewegt hätten. Herzausragend seien die Einsätze bei dem Brand im Parkhotel Flora, während des Hochwasserereignisses Ende Juli oder die Hilfeleistung bei einer Höhlenrettung am Iberg, gewesen.

Nach vorne schauend, legte Dietzmann einige Haushaltszahlen vor. So sind  im Budget des Gemeindebrandmeisters 93 000 € und für weitere laufende Aufwendungen rund 125.000 € veranschlagt. Für Investitionen werden etwa  50.0000 € bereitgestellt  -  zum Beispiel die Anschaffung von Schmutzwassertauchpumpen, eine Tragkraftspritze oder Abgasabsauganlagen, im Interesse der Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Wehren der Gemeinde Bad Grund. Hervorzuheben sei seinen Worten zufolge die Anhebung der Aufwandsentschädigung für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr, hier auch für die Jugendwarte, die eine besondere nachhaltige Arbeit leisteten.

Abschließend dankte er allen aktiven Wehrmitgliedern für deren immer währenden ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl und für die Sicherheit der Bürger und er wünschte allen ein möglichst einsatzarmes Jahr. Sein Dank galt aber auch den fördernden Mitgliedern sowie den Jugendwehren, die helfen, wichtige Anschaffungen zu tätigen beziehungsweise für den Nachwuchs in der aktiven Wehr sorgen.

Kreisbrandmeister Volker Keilholz brachte eingangs seine Hoffnung zum Ausdruck, dass er bald nicht mehr „nur“ als Kreisbrandmeister, sondern als Volker begrüßt wird. Allein das würde schon die Gemeinschaft der  4 470 aktiven Mitglieder in 18 Stadt- und Gemeindefeuerwehren,  159 Ortsfeuerwehren und vier Betriebswehren sowie 16 Spielmanns- und Musikzüge stärken. „Nach der Fusion müssen wir zusammenrücken um Probleme gemeinsam zu bewältigen. Und das wird klappen“.

In letzten Zeit habe er  immer häufiger folgende Frage vernommen: „Was betreibt ihr für den Nachwuchs?“ Für die Antwort habe er sich den  Jahresbericht der Jugendarbeit vorgenommen, in dem geschrieben steht, dass für die allgemeine Jugendarbeit  50 850 ehrenamtliche Stunden eingeflossen sind. Davor ziehe er den Hut der Anerkennung und des Dankes. Aber auch bei den Kinderwehren hätten die Betreuer und Helfer mehr als 3 600 Stunden investiert.

Ortsbürgermeister Manfred von Daak, der übrigens der Bad Grundner Wehr seit einem halben Jahrhundert angehört,  sprach den aktiven Kameradinnen und Kameraden ein großes Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz an 365 Tagen im Jahr aus.

Gemeinde-Jugendwartin, Kristin Rosenthal, legte offen dar, dass in den Jugendwehren der Gemeinde Bad Grund einen Zuwachs von den vorletztjährigen 56 auf erfreuliche 61 Jungen und Mädchen gegeben hat, zehn sind in der Kinderwehr anzutreffen. Sie freue sich schon auf die Aktivitäten in 2018, wozu übrigens auch im Juni die Feier des zehnjährigen Bestehens der Kinderwehr gehört.

Mit den Ehrungen, Ernennungen und Beförderungen, welche sich traditionell zum  Höhepunkt der Versammlung herausstellten, klang die Versammlung langsam aus.

Ortsbrandmeister Dirk Blanke gab zu guter Letzt noch drei Termine bekannt. So findet die Dienstplanbesprechung am kommenden Freitag, 12. Januar, ab 18 Uhr statt, der erste Dienst erfolgt am Freitag, 19. Januar, ab 19 Uhr. Und die Jahreshauptversammlung 2019 wird am 5. Januar ausgerichtet.

Die geehrten, beförderten und ernannten Kameradinnen und Kameraden zusammen mit den Gästen und dem Kommando.

 

Kreisbrandmeister Volker Keilholz. Fotos: Petra Bordfeld

 

EHRUNGEN

 

40 Jahre LFV (noch 2017) : Carmen Mühlhause, Christel Schön, Therese Mertineit, Margitta Klingebiel, Regina Franz und Ruth Blanke

40 Jahre LFV (aktuell): Elfriede Kippenberg

EHRUNGEN fördernder Mitglieder:

50 Jahre: Helga Warnecke, Familie Killisch und Manfred von Daak

25 Jahre: Rainer Wagner

 

ERNENNUNGEN

Aus der Jugendwehr: Anna Lena Willner

Quereinsteiger: Philipp Schimpf

 

ERNENNUNGEN:

Zugführer: Stefan Blanke

Gruppenführer: Christof Wittenberg und Phillip Jordan

Stellvertr. Gruppenführer: Mike Steingrube und Philipp Edert

Gerätewart: Henrik Klingebiel

Stellvertr. Gerätewart: Rene Wellmann

AGT-Wart: Philipp Edert

Stellvertr. AGT-Wart: Phillip Jordan

Sicherheitsbeauftragter: Mike Steingrube

Schriftwart: Christin Renner

Kassenprüfer: Patrick Ude

BEFÖRDERUNGEN:

Feuerwehrfrau: Nele Hinz

Feuerwehrmann: Phillip Schimpf

Oberfeuerwehrfrau: Charlin Schmidt und Sina Mühlhause

Hauptfeuerwehrmann: Florian Albrecht, Sven Willhelms und Kai Wollenweber

Löschmeister: Phillip Jordan

BESTE DIENSTBETEILIGUNG:

Henrik Klingebiel