Bad Grund. Die leerstehende Kapelle am Taubenborn soll an die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland verkauft werden. Das teilte Pastor Michael Henheik dem Harzkurier (der Goslarschen Zeitung) mit.

Bereits am Mittwoch hatte hierzu ein Treffen mit dem zuständigen Bischof und Priestern dieser Kirche stattgefunden. „Mit dem Verkauf bleibt die Kapelle am Taubenborn ein christliches Gotteshaus. Das sollten alle Bürger wissen“, betonte Pastor Henheik.

Der Ursprung und die Hauptverbreitung der Kopten liegt im Nahen Osten, vorrangig in Ägypten. Der Begriff „Kopten“ bedeutet „Ägypter“. Für die in Deutschland lebenden koptischen Christen hat die Koptische Kirche ihren Bischofssitz im Kloster Höxter-Brenkhausen und betreibt u.a. in Beverungen in einer ehemaligen Kaserne ein Auffang-Wohnheim für christliche Flüchtlinge u.a. aus Syrien. Mit dem Kauf der Kapelle am Taubenborn soll Bad Grund mit Einzugsbereich Hannover zentraler Gottesdienstort für alle in der Region lebenden koptischen Christen werden.

„Vorgestern haben Vertreter der Koptischen Kirche den Beschluss gefasst, dass sie die leerstehende Kapelle kaufen werden. So wird hier in Bad Grund eine Gemeinde für diese Christen geschaffen“, berichtet Pastor Henheik. „Die Formalien gehen jetzt ihren kirchenrechtlichen und verkaufsrechtlichen Weg, dann steht einem Verkaufsabschluss nichts mehr im Wege“, so Henheik weiter. Das Landeskirchenamt Hannover habe dem geplanten Verkauf bereits zugestimmt.