Badenhausen (pb). „Ein Familienbild, damit wir uns dort alle wieder finden“. „Ein Karabinerhaken zum Anketten an die Himmelstür, falls das Öffnen etwas länger dauert“, Gedanken, die sich über den Koffer für die letzte Reise geäußert wurden.

Dass dieses letzte Gepäck aber nicht „nur“ ein Bild oder Karabiner, sondern vieles mehr darstellt oder beherbergt, stellen ab dem morgigen Sonntag, 16. November, mehr als 25 dieser „Koffer“ in der St. Martinkirche in Badenhausen zu unter Beweis.

Übrigens sind die jüngsten Kofferpacker 13, die ältesten 94 Jahre alt. „Was würde ich mitnehmen, wenn Gott mir einen kleines Reisegepäck zugestehen würde?“, lautete die Leitfrage, die allen Koffern zugrunde liegt. Als Ergebnisse finden sich viele Erinnerungen und persönliche Gegenstände, Symbole und Texte. Mit herzlichen Ideen und großem Ernst, mit Glauben und tiefgründigem Humor sind die Transportstücke gestaltet.

Sie erzählen davon, was im Leben und darüber hinaus wichtig ist. Die Ausstellung wird an den kommenden Sonntagen, 16. und 23. November, vor und nach dem Gottesdienst um 11 Uhr zu sehen sein. Am Samstag, 22. November, steht die Kirche außerdem in der Zeit von 15 bis 17 Uhr zur Besichtigung offen. Weitere Besichtigungstermine können mit dem Pfarramt (05522/83088) vereinbart werden.

Außerdem lädt die Kirchengemeinde am kommenden Mittwoch, Buß- und Bettag, 19. November, zu einem Vortragsabend ein, der um 19.30 Uhr im Gotteshaus beginnt und vier Kurzvorträge beinhaltet. Kirchenvorsteher Thomas Burgardt wird einen Einblick in die Geschichte der Bestattung geben. Ute Reinhardt, Leiterin des Seniorenheimes „Charlottenhof“, wird über Sterbebegleitung berichten. Nach einer Pause wird Nele Bercht die Ergebnisse ihrer Seminararbeit über Sterbehilfe vorstellen. Abschließend wird Pfarrer Thomas Waubke über die ausgestellten Koffer sprechen. 

BILD: Einer der Koffer, die für die letzte Reise gepackt wurden und in der St. Martin-Kirche Badenhausen zu sehen sind.