Durch die Erweiterung neuer Spielgeräte erfreut sich der Spielplatz in der Lehmkule in Badenhausen immer größerer Beliebtheit. Die abschüssige Zuwegung verleitet Kinder jedoch dazu, mit ihren Fahrgeräten Tempo aufzunehmen, und steuern dabei auf die Straße Unterdorf zu

Badenhausen (hn). Es sei eigentlich ein Wunder, dass in der Vergangenheit noch nichts Schlimmes passiert sei, sagen die direkten Nachbarn des Spielplatzes in der Lehmkule in Badenhausen.

Schon immer sei die steile Zuwegung von dem Spielplatz hinunter zur Straße Unterdorf eine Gefahrenquelle gewesen. Kinder schätzen im Allgemeinen Gefahren falsch ein und sehen in der abschüssigen Straße eine Art Beschleunigungsrampe, wenn sie mit dem Fahrrad, dem Roller oder Inlineskates unterwegs sind. Zwar gilt auf der Straße Unterdorf eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 kmh, an die sich jedoch kaum ein Autofahrer halte, sagen die Anwohner, die schon jahrelang den starken und zu schnellen Verkehr auf der engen Straße bemängeln, und die sich gerne regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen wünschen würden. Dabei gehören zu den regelmäßigen Nutzern der Straße auch oft PKW mit Kennzeichen von außerhalb, wie Wolfenbüttel, Northeim, Göttingen oder Einbeck, obwohl es sich um eine Anliegerstraße handelt. Zudem drängen auch Lastkraftwagen durch die enge Dorfstraße, auch Linienbusse sollen dort schon gesehen worden sein. Dabei kämen schon zwei entgegenkommende Autos nur schlecht aneinander vorbei, betonen die Anwohner, so dass man sich als Fußgänger dort  schon sehr unwohl fühle.

Bei gutem Wetter sei der Spielplatz sehr gut besucht, so die Anwohnerin Sigrid Wiese. "Wenn wir im Garten sind und sehen, wie die Kinder den Spielplatz verlassen, horchen wir schon immer, ob unten an der Straße Autobremsen quietschen". Inzwischen kämen auch mehr Kinder, teilweise in Gruppen von fünf bis zehn, zu dem Spielplatz, zumal ja auch viele neue Spielgeräte von dem aufgegebenen Spielplatz in der Steinbreite dazu gekommen seien. Eine andere Anwohnerin berichtete, dass es schon oft knapp geworden sei beim Zusammentreffen von Kindern und Autofahrern, selbst wenn sich diese an die Geschwindigkeitsbregrenzung von 30 kmh halten würden.

Da der Spielplatz in der Lehmkule nun der einzige in diesem Gebiet sei, müssten auch die Rahmenbedingungen angepasst werden, so der Tenor der Anwohner. Die örtlichen Kommunalpolitiker sollen wohl in der Vergangenheit schon mehrfach auf die gefährliche Situation mit dem Spielplatz und auch mit der stark frequentierten engen Straße hingewiesen worden sein, wie die Anwohner sagen, geschehen ist bisher noch nichts.

Die steile Zuwegung vom Kinderspielplatz in der Lehmkule hinunter auf die Straße Unterdorf in Badenhausen verleitet Kinder mit Fahrgeräten zum Anschwung nehmen, die dann auf eine enge Dorfstraße treffen, wo sich nur selten die Autofahrer an das Tempo 30 halten(Foto: Herma Niemann).