Badenhausen (pb). Während die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen für Thomas Wenzel in seiner Funktion als Gemeindebrandmeister eine Premiere war, verabschiedete sich Dennis Giesecke  nach 20 Jahren als Jugendfeuerwehrwart, was aber nicht hieß, dass er seiner Wehr den Rücken zukehrte.

Wenzel versicherte, dass sich mit seiner Wahl in dieses Amt nichts verändert habe, denn das Ziel heißt weiter „Wir wollen helfen!“ Somit gelte es für die Kameradinnen und Kameraden der Gemeinde Bad Grund, das Jahr 2017 und seine Aufgaben frei nach dem Motto „Wir kriegen das hin“ in Angriff zu nehmen.

Dahingegen war dem Bericht von Dennis Giesecke  sehr wohl der Abschiedsschmerz anzuhören. Zuerst ließ er die im zurückliegenden Jahr  von den 15 Jungen und vier Mädchen durchgeführten Aktionen Revue passieren. Dabei  dankte er all denen, welche der Nachwuchswehr stets zur Seite gestanden hatten. Dann machte er deutlich, dass er nach gut 20 Jahren an der  Zeit ist, Platz für eine neue Führung zu machen“. Er wünschte seinem Nachfolger, Stefan Armbrecht, der zuvor sein Stellvertreter war, alles erdenklich Gute und schloss eine Rede mit nicht nur einer Träne im Knopfloch.

Zuvor schaute aber Ortsbrandmeister Jürgen Rosenthal auf das vergangene Jahr zurück, und machte dabei deutlich, dass die 41 aktiven der insgesamt 329 Mitglieder zu insgesamt 20 Einsätzen aus gerückt waren. Dazu hätten leider die völlig überflüssigen sieben Fehlalarme gezählt. Er brachte seine Hoffnung darüber zum Ausdruck, dass die Gemeinde eben diese zukünftig in Rechnung stellen wird. Schließlich müsse der Betreiber einer Brandmelde-Anlage seine Mitarbeiter im richtigen Umgang damit schulen.

Neben den 20 Einsätzen waren aber auch 30 Diensthabende und damit mit 3 400 Stunden zu verzeichnen gewesen. Bei denen habe man sich insbesondere mit dem Digital-Funk befasst. Weiter habe man zwei Dienste mit der Lasfelder Wehr durchgeführt. „Die Dienste haben sehr viel Spaß gemacht“. Aus dem Grund werden sie in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Weiter rückte die Wehr zum Aufstellen des Tannenbaumes im Bürgerpark an. Bei dieser Aktion hätten sich erfreulich viele Badenhäuser eingefunden.

Abschließend dankte der Ortsbrandmeister allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit sowie deren Partnern dafür, dass sie stets den Rücken frei hielten. Sein Dank galt aber auch der Gemeinde Bad Grund sowie dem Ortsrat Badenhausen für die gute Zusammenarbeit. Auch dem langjährigen Gemeindebrandmeister Karsten Krügener, der jetzt stellvertretender Kreisbrandmeister geworden ist, und seinem Nachfolger Thomas Wenzel sprach er ein großes Dankeschön für das gute Miteinander aus.

Harald Dietzmann eröffnete den Reigen der Grußwort-Übermittler und ging zuerst auf die von Jürgen Rosenthal geäußerte Hoffnung ein. Die Verwaltung werde mit einem gesetzlich abgesicherten Papier dafür sorgen, dass die Betreiber eben dieser BMA-Anlagen zur Kasse gebeten werden können. Denn jeder Fehlalarm wäre überflüssig und gehe zur Lasten der Einsatzkräfte. Auf das nicht mehr ganz so neue Jahr zu sprechen kommend, brachte er die Zuversicht zum Ausdruck, dass die Fehlalarme sich zur „Mangelware“ entwickeln dürften.

Er hielt aber mit seiner Freude nicht hinterm Berg, dass auch ohne den Arbeitskreis Feuerwehr die Zusammenarbeit zwischen den Wehren, der Verwaltung und Rat sehr gut funktioniert. Trotzdem solle die Errichtung einer Kommandozentrale im Rathaus Windhausen ins Auge gefasst werden. Abschließend verwies er darauf, dass die Badenhäuser stolz auf ihre Wehr sein könnten und es bestimmt auch sind.

Martin Dannhauer, Abschnittleiter Nord,  verwies darauf, dass sich keine Ortswehr des Altkreises Osterode verstecken müsse. Jede einzelne sei sehr gut aufgestellt. Außerdem fänden die Gespräche mit den Kameradinnen und Kameraden des Altkreises Göttingen auf Augenhöhe statt, sodass es zu einem toleranten Zusammenwachsen kommen werde.

Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg dankte auch im Namen des Ortsrates für die immerwährende gute Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz der Badenhäuser Wehr. Und er erinnerte daran, dass am 8. April wieder zum Umwelttag aufgerufen wird. Wer dabei sein will, sollte sich um 9 Uhr am Feuerwehrgerätehaus einfinden.

Bei der anstehenden Wahl gab es eine Änderung: Denn Felix Römermann, der seit 1998 das Amt des Sicherheitsbeauftragten ausgeübt hat, wollte ebenso, wie der Jugendwart einem Nachfolger Platz machen. Und die Versammlung entschied sich einstimmig für Fabio Rosenthal. Felix Römermann und Dennis Giesecke erhielten für ihre jahrzehntelang währende Leistung jeweils ein Dankeschönpräsent.

Ganz zum Schluss ließ Ortsbrandmeister Jürgen Rosenthal noch durchblicken, dass man zum traditionellen Tag der offenen Tür am 27. Mai laden und sich zur nächsten Jahreshauptversammlung am 3. Februar 2018 treffen wird. pb

 

Die geehrten, beförderten und gewählten Mitglieder des Freiwilligen Feuerwehr Badenhausen zusammen mit dem Kommando, den Gästen und den aus dem Dienst geschiedenen Kameraden. Foto: Bordfeld

 

EHRUNGEN:

Für 50 Jahre Mitgliedschaft: Wilhelm Wegner

Die meisten Dienststunden: Alexander Blötz

BEFÖRDERUNGEN:

Zur Feuerwehrfrau: Viktoria Kerl

Zur  Oberfeuerwehrfrau: Inken Rosenthal

Zum Hauptfeuerwehrmann: Alexander Blötz

WAHLEN:

Sicherheitsbeauftragter: Alexander Blötz

Neuer Jugendwart: Stefan Armbrecht

Kassenprüfer: Fabio Rosenthal