Badenhausen (pb). Diesmal waren es nicht die Kinder, sondern die Erwachsenen, die sich in Badenhausen im ev. Kindergärten St. Martin trafen und gute Laune verbreiteten. Der Grund dafür lag daran, dass das neue, 460 Quadratmeter umfassende Dach auf dieser Einrichtung feierlich „eingeweiht“ werden sollte, zumal das veranschlagte Gesamtvolumen für diese Maßnahme um 15 000 € unterschritten wurde.

Zu dieser kleinen, aber feinen Aktion hatte Kindergartenleiterin Martina Lagershausen und ihr Team Vertreter aus Kirche und Politik geladen. Zu den Gästen zählte auch Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann, der berichtet, wie man immer wieder versuchte, das Dach des mittlerweile 42-jährigen Gebäudes partiell zu reparieren. Schießlich war 2013 aber nur noch eine völlige Dachsanierung akzeptabel, und die Verwaltung sowie Vertreter der Kirche und des Elternrates suchten das Gespräch, um wieder eine gute Umgebung für Kinder und die Betreuerinnen zu bekommen.

Und so wurden in den Monaten August und September 2014 auf 460 Quadratmeter eine Holzkonstruktion errichtet, auf welcher dafür gefertigte Platten angebracht wurden. Bei dieser Maßnahme ist auch die obere Geschoßdecke gedämmt worden. So ist es nun in den Räumen fühlbar wärmer. Man habe auch die Energiesparsubstanz erreicht, welche der Gesetzgeber fordert.

Dietzmann dankte den Firmen Hesse und Römermann aus Badenhausen sowie der Firma Beckert aus Osterode für die gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt aber auch der Firma Oppermann, die schon vorher immer repariert hat, und somit immer wieder über die Runden geholfen hat. Sein Lob ging an und Uwe Schiller und Norman Schöne dafür, dass sie die Aufträge erteilt und die Rechnungen beglichen haben.

Besonders erfreulich sei das Ende gewesen, als sich herausstellte, dass die Gesamtkosten deutlich unter der veranschlagten Summe geblieben sind. Das kommt schließlich nicht so häufig vor!

Der Bürgermeister hatte aber noch einige Dankeschön zu vergeben. Eines ging an die Kinder und die geduldigen Eltern. Ein weiteres ging an Martina Lagershausen und ihrem Team. Sie alle hätten in der stressigen Zeit viel Geduld aufgebracht, und seien so ein verbindendes Element zwischen Eltern, Verwaltung und Baufirmen gewesen. „Ihr habt das toll gemanagt.“

Die Baumaßnahme habe deutlich gemacht, dass der Gemeinde etwas an der Einrichtung liegt „Wir wollen das, was da ist und was nötig ist tun, damit Kinder sich in guter Umgebung aufhalten und betreut werden können. Arbeitszufriedenheit ist wichtig“.

Pfarrer Thomas Waubke zitierte den Braunschweiger Herzog August, der bereits während des 30jähriges Krieges sagte: „Alles mit Bedacht“. Er dankte der Gemeinde Bad Grund, die mit dem neuen Dach wieder vernünftige Bedingungen im Kindergarten ermöglicht hatte. Während der lang andauernden Dachundichte war die Arbeit der Erzieherinnen oft sehr mühevoll, für die Kinder waren die Räume nur eingeschränkt nutzbar, die hohe Feuchtigkeit in den Räumen gab zur Sorge Anlass. Mit großen Lösungen gehe es oft besser, als mit Flickschusterei, wie die nun gelungene Dachsanierung zeige. Er hoffe, dass dieser Erkenntnisgewinn sich auch zeigt, wenn es künftig um die Erneuerung der vierzig Jahre alten Toilettenanlage und die überfällige Ersetzung alter Fenster geht.

Nach den Worten übernahm ein Bildereigen die Regie, der deutlich machte, wie der Dachneubau verlief.

Sie alle freuten sich riesig drüber, dass der Kindergarten Badenhausen ein neues Dach hat. Foto: Bordfeld