Eisdorf (pb). Der Verein Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen e.V. (DoLeWo) hatte zum bereits zwölften „Frühstück unter den Eichen“ erstmals alle Flüchtlinge der Gemeinde Bad Grund eingeladen, dabei standen ihm die jeweiligen ehrenamtlichen Paten hilfreich zur Seite.

Dieses Angebot nahmen über 60 von 139 der zurzeit lebenden neuer Bürger in der Gemeinde an. Den Transport dazu hatten die freiwillige Feuerwehr und der Verein mit dem Planwagen übernommen.

Schon beim  Auftakt der Veranstaltung, bei dem gut besuchten Gottesdienst in der St. Georg-Kirche nahmen etliche  teil Bürger, deren neue Heimat die Gemeinde Bad Grund ist, und wurden durch Pastor Manfred Teicke per Handschlag unter Beifall der anderen begrüßt. In der vom Kirchenvorstand gestalteten liturgischen Feier zum Thema: „Gott und die Welt“ ging es auch um gegenseitiges Vertrauen untereinander.

Der erste Vorsitzende des DoLeWo, Herbert Lohrberg, war sehr erfreut über die außerordentlich große Beteiligung der Einwohnerschaft sowie den eingeladenen Flüchtlingen und verkündete das Motto des traditionelles Frühstücks unter den Eichen: „Wir feiern mit unseren Gästen“. Sein Dank ging an alle, die sich an der Vorbereitung und Durchführung dieses Frühstücks unterfreiem Himmel beteiligt hatten.

Besonders dankte er der „Stiftung – helfen“, die sich mit einem ansehnlichen Betrag daran beteiligt hatte. Zwei Gruppen der Kreismusikschule unterhielten Jung und Alt mit sehr bekannten Melodien und viel Schwung. So begeisterte unteranderem das Lied vom Dschungelbuch-Bären „Balu“ („Versuch`s mal mit Gemütlichkeit“) Musik aus einem James-Bond-Film.

Es gab aber auch viele Informationen. So wurden bei der Abfallberatung des Landkreises viele Fragen, auch mit Hilfe einiger Dolmetscher, geklärt. Auf den Ständen der Harzenergie und der Energieagentur Region Göttingen konnten neben den „Stromspiel“ viel über Energieeinsparungen im täglichen Umgang in Erfahrung gebracht werden. Erste Gesprächstermine vor Ort wurden abgestimmt. Der  DRK-Ortsverein  Eisdorf wiederum stellte sich und seine Aufgabenbereiche eindrucksvoll vor.

Für die Kinderbetreuung sorgte der TSC Eisdorf, er brachte zusammen mit den kleinen Gästen aus nah und fern das Schwungtuch und Bewegung und durfte feststellen, dass  Hula-Hopp-Reifen immer noch begeistern, wie in frühen Zeiten. In jedem Fall hatte niemand Verständigungsprobleme. Der Verein DoLeWo hatte außerdem ein Kinderkarussell aufgestellt und sorgte mit seinem Planwagen für Verdauungsfahrten.

Aber auch die Speisen stießen auf sehr großes Interesse. Denn neben den traditionellen Matjesessen wurden diesmal auch Hähnchen Schicken angeboten. Die neuen Bürger stellten außerdem selbsthergestellte Speisen aus ihrer alten Heimat mit auf den Tisch. Eine mit über dreißig selbsthergestellten, gesponserten Kuchen bestückte Kaffeetafel  erfreute übrigens die Besucher/innen im Schützenhaus.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke  dankte dem Verein DoLeWo  für die Durchführung dieser Veranstaltung, stellte die hervorragende Arbeit der freiwilligen Paten heraus, die großartig von Günter Freyer als ehrenamtlicher Koordinator aus Gittelde unterstützt werden, und forderte weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, sich ebenfalls daran zu beteiligen. Ein gedeihliches Miteinander erfordere von jedem einzelnen Toleranz und Verständnis für den anderen. „Lassen sie uns nicht das Trennende, sondern das Verbindende in den Vordergrund unseres Handelns stellen und so die noch vor uns liegenden Aufgaben und Herausforderungen angehen“.

Als Zeichen des Dankes übergab sie dem ersten Vorsitzenden ein „Flachgeschenk“ zur Kostenabdeckung der freien Karussellfahrten.

Bei den Gesprächen waren einige Stimmen zu vernehmen, die nicht überhört wurden. So gehörte der Lob, wie „Was hier auf die Beine gestellt wird ist bei uns in Göttingen nicht möglich“ ebenso zu vernehmen, wie die anerkennenden Worte: „ Hier findet Integration statt – Das ist fernsehreif“ und „ In der Gemeinde Eisdorf herrscht ein gutes Miteinander unter den Vereinen“. Es waren gute, friedliche  Gespräche, welche das sehr gut organsierte zwölfte Frühstück unter den Eichen abrundete.

 

FrühstückunterdenEichen1a: Der DRK Ortsverein informierte über die Arbeit der „Deutschen Roten Helfer/innen).

Beim „Frühstück unter den Eichen“ herrschte Hochbetrieb.

 

Unter dem Schwungtuch konnte man sich auch schnell verstecken.

 Fotos: Bordfeld