Eisdorf (pb). Dass der Verein „Die Kirche bleibt im Dorf“ das sich im Jahr 2 000 gesetzte Ziel damit erreicht hatte, als Pastor Wolfgang  Teicke im Juni 2013 die Pfarrstelle übernommen hat, machte der erste Vorsitzend Joachim Schünemann, während der bereits 17sten Jahreshauptversammlung sehr deutlich.

In Zukunft werde es allerdings immer schwieriger werden, Pfarrstellen zu besetzen, wofür es zwei triftige Gründe gäbe: Zum einen stünden weniger  Pastoren  in der Ausbildung, zum anderen wollten nicht mehr so viele Pastoren in diesen ländlichen Bereich kommen. Übersehen werden dürfe auch nicht die geringer werdende Zahl von Gemeindegliedern.

In jedem Falle sei die Stellenplanungsrunde im Kirchenkreis „Harzer Land“ für die Jahre 2017 bis 2022 im vollen Gang. Denn aufgrund der sinkenden Gemeindegliederzahlen nähmen die Landeskirchliche Zuweisungen drastisch ab. „Das wirkt sich nicht nur auf die jährlichen Zuweisungen an die Kirchengemeinde, sondern auch die Anzahl aller Pfarrstellen aus“. Inwieweit sich das nach 2022 auf diese Stelle in Eisdorf auswirkt sei zurzeit noch nicht absehbar.

Fest steht allerdings für den Verein „Die Kirche bleibt im Dorf“, dass er weiterhin finanzielle Unterstützung zur Entlastung des Pastors und des Kirchenvorstandes leisten wird. In diesem Jahr soll beispielsweise die Herstellung des Gemeindebriefes finanziell unterstützt werden. Gleiches gelte für die Arbeit mit Jugendlichen, diverse Veranstaltungen, die Bezahlung von angeworbenen Musikern. Aber auch die dringend notwendige Reinigung und gründliche Restaurierung der Orgel sowie die Beschaffung von Gesangbüchern für den Friedhof stünden auf dem Programm.

Joachim Jünemann erläuterte, dass der Vorstand sich bereits dafür ausgesprochen hat, der Kirchengemeinde insgesamt 5 000 € für genannten Zwecke zur Verfügung zu stellen. Die Versammlung schloss sich diesem Entscheid einstimmig an. Und Pastor Wolfgang Teicke betonte, dass er sich auch durch den Förderverein getragen wisse.

Der Vorsitzende mahnte abschließend noch an, dass der Verein auch weiterhin dazu beitragen möchte, dass durch seine finanzielle Unterstützung das kirchliche Leben in Eisdorf und Willensen erhalten beziehungsweise verbessert werden kann. Deshalb ist es weiterhin sehr wichtig, dass viele mitmachen und dem Verein die Treue halten, um so zur finanziellen Unterstützung beizutragen.

Er erinnerte aber auch an in 2016 durchgeführte Veranstaltungen. So habe die Theatergruppe St. Georg mit sieben Vorführungen im Kirchengemeindehaus weit über 600 Karten verkauft, was mehr gewesen wären, wie 2014. Er sprach den Theaterleuten ein herzliches Dankeschön für deren Engagement aus, gleiches galt allen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne.

Auch der 17. Weihnachtsmarkt, der sich in neuer, von Monika Klapproth und Regina Selzer organisierter  Kulisse präsentierte, wäre sehr erfolgreich verlaufen. Der 18. Weihnachtsmarkt wird am Ersten Advent (3. Dezember) seine Pforten öffnen. Monika Klapproth und Regina Selzer werden ihn  erneut „anschieben“.

Abschließend legte der Vorsitzende noch einige Zahlen der Finanzen vor. So habe der Verein seit seiner Gründung Einnahmen in Höhe von rund 146 000 € zu verbuchen gehabt. Davon seien allein 40 000 € aus den Weihnachtsmärkten gekommen und 16 000 € aus den Theateraufführungen. Insgesamt seien aber auch etwa  108 000 € ausgegeben worden. Zur Mitfinanzierung der Pfarrstellen seien 50 000 € benötigt worden und in die Kirchengemeinde 53 000 € geflossen.

Aber auch Ortsvorsteherin Petra Pinnecke meldete sich zu Wort. Sie versicherte, dass sie auch diesmal zur Versammlung gekommen wäre. Sie dankte allen für die ehrenamtliche Arbeit. Denn  immer, wenn was ansteht, sind Mitglieder des Vereins zugegen. Und sie stellten immer wieder so etwas Tolles wie Theaterstücke und den Weihnachtsmarkt auf die Beine. Ohne diese  ehrenamtliche Tätigkeit wäre das alles gar nicht umzusetzen.

Zu wählen gab es diesmal „nur“ einen Kassenprüfer, und die Versammlung entschied sich einstimmig dafür, dass Elke Krückeberg dieses Amt übernehmen soll.

Der Vorstand des Vereins „Die Kirche bleibt im Dorf“ (v. l. n. r.): Regina Selzer (Delegierte vom KV), Evelyn Elsner-Worona (Schriftführerin), Jürgen Weitemeyer (Kassenwart), Joachim Jünemann (Vorsitzender) und Monika Klapproth (Delegierte vom KV). Foto: Bordfeld