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01/11 
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Gittelde (pb). Die St. Mauritius-Kirche zu Gittelde und die St. Antonius Kirche zu Münchehof verwandelten sich an zwei Abenden zu voll besetzten Verkündigungsorten der ganz besonderen Art.

Denn eine fast nicht zu zählende Schar von Laiendarstellern aus Gittelde sowie Münchehof und ein eigens für diese beiden Aufführungen von Friedel Dapra  geleiteter Gemischter Chor sowie zwei Flötenspielerinnen und ein Trommler  führten das Adlershofer Krippenspiel in Versform auf. Dass ihnen das in sehr überzeugender Weise gelang, machten die Zuschauer fast jeden Alters am Ende mit stehenden Ovationen deutlich.

Jedes der sechs Bilder dieses Klassikers, in dem die zwei kleinen Mohren (Mia und Ina Kumm) König Herodes unverhohlen als Lügner entlarvten, überzeugte in seiner Gesamtheit. Zusammen ergaben sie ein faszinierendes zum Nachdenken einladendes Ganzes.

Es schien, als ob ein wenig zwischen die Zeilen der Bibel geschaut wurde. Ob das nun Gottes Auswahl der rechten Mutter für sein Kind, die Gespräche zwischen den drei Hirten, der Einzug der heiligen drei Könige  oder die Begegnung mit dem Gastwirt in Betlehem war. Denn er war  ein einsichtiger Mensch, der Maria und Josef die Stallung als Bleibe überließ. Wenn das seine herrschsüchtige Frau mitbekommen hätte, wäre ihr Kochlöffel vom Küchengerät zum Schlaginstrument umfunktioniert worden.

Während der gesamten 90 Minuten war nicht einmal zu übersehen, noch zu überhören, dass es den Darstellern große Freude bereitete, dieses 1933 von Friedrich Hirsch zu Papier gebrachte Krippenspiel, welches von den beiden Lehrern Hermann Günter und Folkhart Gladow in den 50er Jahren von einem Berliner Stadtteil Adlershof nach Gittelde geholt wurde, unter der traditionellen Regie von Heide Neumann auf die kirchliche Bühne zu bringen.

Die Gestik und Mimik der Darsteller überzeugte ebenso, wie die Stimmen des Krippenspiel-Chores, der sich erst wieder zu einer erneuten Aufführung in vermutlich zwei Jahren dieses kirchlichen Spiels zusammenfinden wird. Als kleine aber wichtige i-Tüpfelchen sollten sich die vier Flöten und die eine Trommel sowie die überzeugenden Kostüme und das selbstgefertigte Bühnenbild herausstellen.

Einen sehr lebendigen  Hintergrund gestalteten übrigens 16 Engel und der Engel Gabriel. Sie alle erzählten auch die Rahmengeschichte. Die beiden Beleuchter rückten alles ins rechte Licht.

Dieses Projekt mit den vielen Menschen, die  auf und hinter der Bühne daran beteiligt waren, hatte den Pfarrverband Gittelde-Münchehof wieder einmal mehr enger zusammen rücken lassen.

Der Applaus machte alle Beteiligten sehr glücklich. Die Regisseurin Heidi Neumann wiederum erhielt noch ein ganz besonderes Dankeschön von an Krippenspielern/innen. Eigens für die letzte Aufführung in Gittelde hatten sie ein Lied geschrieben und es zu Gehör gebracht.

Übrigens folgten erfreulich viele Gäste der Einladung der Laiendarsteller/innen, vor dem Gittelder Gotteshaus noch bei Punsch sowie Schmalzbroten und Brezeln ins Gespräch zu kommen. Dabei waren auch viele Dankesworte zu vernehmen, welche insbesondere den Freiwilligen Feuerwehren aus Münchehof und aus Gittelde, der Johanniter Unfallhilfe für deren unermüdlichen Wachdienst sowie allen Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen galten. Übrigens wird der Reinerlös des Spiels den jeweiligen Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt.