Gittelde (pb). Heide Neumann und Anna Haberer hatten zum traditionellen Frauenfrühstück in den Gemeinderaum der St.-Mauritius-Kirche geladen, in dem Jürgen Hirschfeld zu einer Reise durch die Geschichte der Landwirtschaft einlud. Am Ende waren sich alle Zuhörerinnen  einig, dass sie viel zu früh den Zug durch den Wandel der Zeiten verlassen mussten.

In Bewegung setzte sich dieser  in der Gegenwart. Dabei gewährte er wieder Einblicke in seinem Betrieb und die an ihn gestellte Herausforderungen gewährt. Häufig müssten Kooperationen oder Maschinengemeinschaften eingegangen werden, um wichtige Gerätschaften, die heute wesentlich mehr, als ein vom Pferd gezogener Pflug sind, zu finanzieren. Denn beispielsweise müssten für einen Zuckerrüben-Roder 500 000 € Anschaffungskosten berechnet werden, die nur eine Rode-Gemeinschaft stämmen kann.

Strukturwandel habe es in der Landwirtschaft schon immer gegeben und wird auch weiterhin stattfinden. Jeder Landwirt muss seinen eigenen Weg finden, denn Landwirt ist mehr als “nur“ ein Beruf. „Landwirtschaft ist Umgang mit Leben und für mich auch Verantwortung für Familie, Betrieb, Verbraucher und Natur“, so der Referent. „Landwirtschaft ist ein komplexes System und Niedersachsen ist für mich ein Bauernhof mit Arbeitsteilung“. An Hand von Bildern untermalte Hirschfeld  die Zusammenhänge.

Jürgen Hirschfeld vor dem Start seine Berichtes im Gespräch mit einigen der Frauenfrühstücksteilnehmerinnen. Foto: Petra Bordfeld