Willensen (pb). Es zweifelte niemand daran, dass sich während des ersten Garagen- und Dorfflohmarktes in Willensen wesentlich mehr Besucher in der Ortschaft tummelten, als diese Ortschaft Einwohner zählt.

Allein die Menge der am Straßenrand parkenden Autos sorgte dafür, dass die Durchgangsstraße nicht als „Schnellstraße“ missbraucht werden konnte. In dieser kleinen Blechlawine war übrigens eine motorisierte Perle zu sehen: ein Mercedes aus dem Jahr 1960. Der war allerdings, zum Leidwesen von Oldtimerfreunden, nicht zum Verkauf aus Nordhausen angerollt. Er diente einfach nur als Fortbewegungsmittel.

Bei den zu Flohmarktständen umgewandelten Garagen herrschte schon lange vor dem offiziellen Start reges Treiben. Denn die Besucher/innen waren nicht „nur“ aus dem Kreis Osterode, sondern auch aus den Nachbarkreisen unter dem Motto „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ gekommen. Unter ihnen waren  beispielsweise „Fachfräuleins“ in Sachen Barbiepuppe anzutreffen, die genau wussten, was diese kleine Modepuppe alles so zu den unterschiedlichen Aktionen  trägt und gaben den erwachsenen Verkäufern dahingehend Anweisungen. Aber auch andere Spielzeuge, villenartige Vogelhäuser, Bücher, Kleidung, Schmuck und vieles andere mehr fanden ihren Interessentenkreis. Der hatte sich im Dorfgemeinschaftshaus an der Kaffeetafel ebenso gebildet, wie rund um die Gaumenfreuden der unterschiedlichsten Art, welche auf der Rasenfläche beim DGH angeboten wurden. Nicht lange still stand dort auch das Kinderkarussell. Als absolute Renner sollten sich die geräucherten Forellen herausstellen, die waren schneller weg, als die größten Optimisten es berechnet hatten.

Und da war der Streichelzoo, in dem Kaninchen, Küken, Hühner, Tauben, Ziegen, Schweine, Ponys und Hunde darauf warteten, dass jemand mit ihnen kuschelte.

Am Ende stand für alle fest, dass so ein Garagen- Dorfflohmarkt keine Eintagsfliege bleiben wird und darf.

 

Fachfräuleins schauten sich bei den Barbiepuppen um. Fotos: Bordfeld