Seit August wird in Willensen die Fissekenstraße saniert. Im Zuge der Maßnahme erneuert die Gemeinde Bad Grund die Wasserleitungen und den Gehweg

Willensen (hn). Wenn es um die Straßensanierung geht, müssen Anlieger oftmals mit hohen Anliegerbeiträgen rechnen. Nicht so bei der Baumaßnahme der Fissekenstraße in Willensen, die auf einer Länge von rund einem halben Kilometer seit August saniert wird.

Die Kosten für die reine Straßensanierung inklusive der Gosse übernimmt, da es sich um eine Kreisstraße handelt, der Landkreis Osterode, der über das Entflechtungsgesetz GVFG Fördermittel erhält. Mit drangehängt an die Maßnahme hat sich die Gemeinde Bad Grund, die bei der Gelegenheit die alten Wasserleitungen und -rohre saniert. Die Kosten für diese Arbeiten trägt die Gemeinde, wie auch für die Wiederherstellung des Gehweges. Allerdings werden beim Gehweg auch anteilig die Anwohner hinzugezogen. Aber auch für die Wiederherstellung des Gehweges wurden wiederum im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms Fördermittel eingeworben, sodass die Anlieger nach Abzug des bezuschussten Gemeindeanteils nur noch rund 50 Prozent der Kosten zu bezahlen haben. Momentan erfolgen gerade die Arbeiten an der Erneuerung der Wasser- und Regenwasserverrohrungen, die Schmutzwasserleitung wird nur dort saniert, wo es nötig ist. Anschließend werden rechts und links die Borde gesetzt, um den Rahmen für die Straßensanierung zu legen, erklärt Sören Teuber, Geschäftsführer des Planungsbüros Conterra. Danach erfolgt innerhalb der Borde der Aufbau des Straßenkörpers durch Schotter. Anschließend startet der Bau der Trag- und Deckschicht aus Asphalt. Die Bürgersteige sollen dann als letzte Maßnahme gepflastert werden. Was die Wasserversorgung während der Zeit anginge, werden die Anwohner rechtzeitig darüber informiert, wenn das Wasser für eine kurze Dauer von maximal zwei Stunden abgestellt werden müsse, so Fred Langner, Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungsverwaltung. Die gesamten Maßnahmen werden quasi Zug um Zug vollzogen, wie René Wickert, Bauleiter der ausführenden Firma Seerig, erklärt.

Im Zuge der Maßnahmen wurden auch zwei neue Überflurhydranten zusätzlich zu den drei bereits vorhandenen Abnahmestellen für Löschwasser auf dieser Straße installiert. Zudem erhält auch der Bereich vor dem Dorfgemeinschaftshaus und der Feuerwehr auf rund 80 Metern Länge jetzt einen Gehweg, so Langner. Die Elektrik sei in einem guten Zustand und müsse nicht erneuert werden.

„Es ist schön, dass die Anlieger nichts für die neue Fahrbahn bezahlen müssen“, so Andreas Marks, Leiter Amt für Kreisstraßen. Die Bauarbeiten sollen Ende November beendet sein, und solange müssen sich die Anwohner und auch andere Autofahrer wohl noch für die absehbare Zeit mit den dazugehörigen Unannehmlichkeiten wie etwa der Umleitung und beim Parken im Willensen arrangieren.

 

Zwei neue Überflurhydranten wurden im Zuge der Straßensanierung zusätzlich zu den drei bereits bestehenden Abnahmestellen in diesem Bereich installiert.

Die Kreisstraße 3 durch Willensen wird auf rund einem halben Kilomter Länge saniert. Die Kosten trägt der Landkreis Osterode. Bei der Sanierung der Bürgersteige sind die Anwohner anteilig bei den Baukosten dabei. (Fotos: Herma Niemann)