Seit August wird in Willensen die Fissekenstraße saniert. Witterungsbedingt verzögert sich die  Fertigstellung, es wird eine Winterbaustelle eingerichtet

Willensen (hn). Eigentlich war geplant, den Ausbau der Fissekenstraße in Willensen bis Ende November fertiggestellt zu haben. Witterungsbedingt durch die Temperaturen im Minusbereich verzögert sich jetzt jedoch die Fertigstellung.

Bei einer Besprechung am Dienstag mit der zuständigen Abteilung der Gemeinde Bad Grund und den ausführenden Firmen wurde beschlossen, eine Winterbaustelle einzurichten.

Bei derartigen Minusgraden können die Bauarbeiten nicht weiterlaufen, so Fred Langner, Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungsverwaltung in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Deswegen werden die Bauarbeiten erst einmal eingestellt. Die Zugänge zu den Zufahrten und Hauseingängen der Anlieger sollen jedoch mit einer Art "Notasphalt" versehen werden, damit diese für die Dauer des Stillstands ihre Häuser wieder einigermaßen problemlos erreichen können, dasselbe gelte auch für das Dorfgemeinschaftshaus. Der Hauptverkehr müsse jedoch dennoch weiterhin außen herum fahren und die Umleitungen nutzen.  "Für den Straßenbau sind Temperaturen von maximal ein bis zwei Grad Minus geeignet, da sich sonst durch den Frost Hohlräume bilden können", bestätigt der Polier der ausführenden Baufirma Seerig Karsten Saul.

Der Ausbau auf der Länge von etwa einem halben Kilomter ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Im unteren Bauabschnitt wurde bereits die Tragschicht aufgetragen sowie der Straßenkörper fertiggestellt. Auch die Gehwege wurden in diesem Bereich wieder hergestellt. Hier fehlt nur noch die Deckschicht. Im oberen Bauabschnitt ist der Straßenkörper mit der Bord- und Gossenanlage fertig. Hier müssen noch die Trag- und anschließend die Deckschicht aufgetragen werden. Die Gehwege sind dort auch schon aufgeschottert, aber noch nicht gepflastert. Langner befürchtet jedoch, dass die Fertigstellung erst im neuen Jahr erfolgen werde.

Unterirdisch wurden in den vergangenen Wochen bereits die Arbeiten an der Erneuerung der Wasser- und Regenwasserverrohrungen vollzogen, wie auch an der Schmutzwasserleitung an den Stellen, wo es nötig war. Die Gemeinde Bad Grund hatte sich mit der Leitungsanierung an die Maßnahme mit dran gehängt und trägt hierfür auch die Kosten. Die Kosten für die Wiederherstellung des Gehweges tragen die Anwohner anteilig, wobei dafür im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms Fördermittel eingeworben wurden, sodass die Anlieger nach Abzug des bezuschussten Gemeindeanteils nur noch rund 50 Prozent der Kosten zu bezahlen haben. Die Kosten für die Straßensanierung trägt der Altkreis Osterode, da es sich um eine Kreisstraße handelt, und der dafür GVFG Fördergelder über das Entflechtungsgesetz erhält.

 

Die Bauarbeiten auf der Fissekenstraße in Willensen wurden aufgrund des Wetters erst einmal eingestellt. (Foto: Niemann)