Willensen (pb). Auch wenn die Umwandlung der seit 81 Jahren in Willensen ansässigen Freiwilligen Feuerwehr in eine Löschgruppe der Freiwlligen Feuerwehr Eisdorf während der Jahreshauptversammlung im Raum stand, wurden dabei nicht die Ehrungen von Kameraden vergessen, die zusammen schon 200 Jahre die blaue Uniform tragen. Eben so viel Beifall, wie die diese Vier, erhielten auch vier weitere Kameraden für ihre Beförderungen.

Bevor diese beiden wichtigen Punkte aber von Ortsbrandmeister Ernst-Ulrich Nienstedt, Kreisbrandmeister Frank Regelin und dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel, in Angriff genommen wurden, galt es erst einmal, im sehr gut gefüllten Saal des Dorfgemeinschaftshauses, Berichten zu lauschen und Wahlen durchzuführen, die ausnahmslos – von dem Posten des Kassenprüfers abgesehen - einstimmige Amtsbestätigungen waren.

Zuerst ließ Nienstedt das nicht ganz ruhige Jahr 2014 Revue passieren. Immerhin hätte man zu zwei Brandeinsätzen. Zwei Brandhilfeleistungen, vier technische Hilfeleistungen und zwei Fehlalarmen ausrücken müssen. Insgesamt seien 63 Dienste zu verzeichnen gewesen.

Er ließ aber die Fusionen der Wehren am 1. Januar 2016 nicht unerwähnt und erinnerte daran, dass die Willensener seit 2012 nicht mehr so viele aktive Mitglieder aufweisen könne, wie es vom Niedersächsischen Brandschutzgesetz vorgeschrieben wird. Er erinnerte an diverse Gespräche, die bereits seit Februar 2014 mit Bürgermeister Harald Dietzmann, Gemeindebrandmeister Karsten Krügener, dem Eisdorfer Ortsbrandmeister Thomas Wenzel und seiner Stellvertreterin, Maren Schneider, geführt wurden. Das Ergebnis ist der Zusammenschluss der Eisdorfer und der Willenser Wehr. Dieser Beschluss sei bereits von den Kameraden/innen beider Wehren einstimmig angenommen worden. Das Willensener Kommando hoffe aber trotzdem, dass die gefürchteten Austritte ausblieben. Ansonsten solle alles beim Alten blieben.

Maren Schneider erinnerte anschließend daran, dass 1 850,08 Stunden in allgemeine Arbeit investiert worden seien. Auch wenn Willensen seine relativ kleine Wehr ist, bräuchte sie sich nicht bei der Stundenzahl zu verstecken.

In diesem Jahr, am 18. und 19. Juli, wird die Willensener Wehr übrigens an der Zwei-Tagesübung der Kreisbereitschaft d. LK OHA im Kreis Gifhorn teilnehmen. Außerdem soll auch wieder mit den Atemschutzgeräteträgern der Gemeinde zur Brandübungsanlage nach Bad Gandersheim gefahren werden. Abschließend sprach sie allen für die geleistete Arbeit und die Opferung von Freizeit ein großes Dankeschön aus. Und sie hoffe, dass auch 2015 alle wieder regelmäßig zu den Diensten escheinen.

Auch Bürgermeister Harald Dietzmann ging in seinem Grußwort auf die bevorstehende Fusion zu sprechen. Er erinnerte daran, dass eine Einsatzstärke von mindestens 20 Kameraden/innen vorgeschrieben ist, die für einen ebenfalls vorgeschriebenen Zeitraum um maximal zehn Prozent unterschritten werden darf. Da es aber bei der Willensener Wehr wesentlich mehr als nur zehn Prozent sind, sei man offen mit dieser Tatsache umgegangen und habe nach Lösungen gesucht, die mit dem Zusammenschluss auch gefunden worden sei, denn dadurch kann der Brandschutz zukünftig gesichert werden.

Ortsvorsteher Hartmut Nienstedt gab zu bedenken, dass die Stationierung der Löschgruppe die Auflösung der Willensener Wehr nicht so abrupt mache, aber seiner Meinung nach, hätte sie keinen langen Bestand. Am meisten beschäftige ihn bei diesem durch den demografischen Wandel notwendig gewordenen Wandel, dass die Ortschaft sehr wohl eine große Zahl von Menschen im Alter von 40 bis 60 Jahren habe, die durchaus die Wehr stärken könnten. Doch sie blieben lieber zuhause – aus welchem Grund auch immer.

Fank Regelin und Thomas Wenzel legten dann noch diverse Zahlen und Geschehnisse offen dar. Regelin ließ es sich dabei aber auch nicht nehmen, auf die in 2014 von Willensen ausgerichteten und aufgrund von Teilnehmermangel ausgefallenen Kreiswettkämpfe einzugehen. Wenn sich von 38 Ortsfeuerwehren nur zwölf Teams in zwei Wertungsgruppen anmelden, wären die Wettbewerbe nun mal nicht durchführbar. Also werde man für 2015 nur noch eine Wertungsgruppe ansetzten, und hoffen, dass es in diesem Jahr klappt. In einem sei er sich aber sicher: Willensen wird dabei sein.

 

Die geehrten, beförderten und gewählten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Willensen zusammen mit ihren Gästen. Foto: Bordfeld

EHRUNGEN:

60 Jahre: Wilhelm Reinbrecht und Karl Rohrmann

40 Jahre passiv: Hartmut Nienstedt und Heinz Mügge

BEFÖDERUNGEN:

Vom Feuerwehrmann/frau zu Oberfeuerwehrmann/frau: Sven Oppermann, Jan Oppermann, Kevin Nienstedt und Saskia Roggensack

WAHLEN:

Schriftführerin: Saskia Roggensack

Kassenwart: Hans-Herbert Hannig

Sicherheitsbeauftragte: Hans-Herbert Hannig

Gerätewart: Sascha Oppermann

Atemschutzgerätewartin: Maren Schneider

Zeugwart: Ernst-Ulrich Nienstedt

Kassenprüfern: Heike Nienstedt

TERMINE:

16. Februar: erster Dienst der Kreisbereitschaft des LK OHA in Bad Lauterberg

10. April: Erster Dienst Dritter Zug

20. April: Atemschutzstrecke FTZ

14. Mai: Himmelfahrt

18. und 19. Juli: Zweitagesübung in Kreis Gifhorn