Willensen (pb). Hartmut Pinnecke, Christa Reinbrecht, Herbert Lohrberg, Astrid Schreiber, Philine Opel und Finja Opel hatten eines gemeinsam: Sie wurden während des Neujahrsempfang, zu dem Ortsvorsteher Hartmuth Nienstedt und Willensens Vereine geladen hatten, für ihre Verdienste und Leistungen geehrt.

Diese kleine Feierstunde, an welcher eine große Zahl von Willensenern teilnahm,  wurde im Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit einer von Pastor Wolfgang Teicke  und dem Kirchenvorstand ausgerichteten liturgischen Feier eröffnet.

Dann ließ es sich Hartmuth Nienstedt nicht nehmen eingangs  den Begriff „Demokratie“ auseinander zu nehmen, und dabei deutlich zu machen, dass es sich aus den griechischen „demos“ (Volk), und „kratein“ (herrschen) zusammensetzt. Damit bezeichnet es die Herrschaftsform, in welcher  die Macht vom Volk ausgeht. Somit legitimiert und kontrolliert das Volk die konkrete Regierungsgewalt der jeweiligen Herrschaft. In die moderne Gesellschaft übertragen heiße das aber auch, dass die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen, informiert und beteiligt werden, insbesondere wenn größere Projekte anstehen, die alle betreffen. So sollten auch Bürger so kleiner Ortschaften wie Willensen bestrebt sein, sich danach zu richten. Genau aus dem Grund habe man alle Einwohner zu dieser kleinen Feierstunde eingeladen.

Die Gastgeber wollte aber auch den Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie der Verwaltung für das vergangene Jahr ein ganz großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und das Erreichte für die Ortschaft aussprechen.

Da sei zum einen der Abschluss des Ausbaus der Fissekenstraße, der sich durch die Insolvenz der Baufirma und die Kostensteigerung, verbunden mit der Abnahmeschwierigkeit des alten Straßenaushubes, zeitweise als recht schwierig gestaltete. Da seien aber auch die Beeinträchtigungen, die so eine Baumaßnahme mit sich bringt,  aber von den Anliegern verständnisvoll mitgetragen wurden und durch die zeitweise Öffnung der Feldwege durch den Realverband, in Grenzen gehalten werden konnte. „Für dieses vernünftige Miteinander möchte ich mich bei den Anliegern,  aber auch bei dem Realverband ganz herzlich bedanken“.                                                                                  

Das andere große Projekt für Willensen sei die Schaffung eines multifunktionalen Aufenthaltsbereichs am DGH gewesen. Es ist mittlerweile ein Projekt geworden, welches  sich seiner Meinung nach sehen lassen kann, so der Ortsvorsteher.  Denn es habe letztendlich die ganze Ortschaft enorm aufgewertet, worauf  alle sehr stolz sein könnten. Habe man anfangs „nur“ über die Erneuerung des Ballfangzaunes und den Umzug des Kinderspielplatzes mit einem geschätztem Kostenvolumen von  20 000 € gesprochen, dürfe man sich am Ende über einen komplett erneuerten Bereich mit neuen Spielgeräten, einer neuen Treppe zur Berliner Straße und der  Neugestaltung der Zuwegung mit Pflaster- und Astphaltierungarbeiten sowie dem Anlegen von Blumenrabatten freuen. Zwar sei das Kostenvolumen auf ein mehrfaches angestiegen, wurde aber letztendlich durch die zwischenzeitlich positiv geänderten Förderrichtlinen im Zuge der Dorferneuerung möglich.

Übrigens sorgte der Verein DoLeWo (Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf)  dafür, dass auch die beim Umzug nicht mehr nutzbar gewordene Schaukel durch eine neue ersetzt wurde. Dafür sprach Nienstedt ein großes Dankeschön aus, das galt aber auch dem TSV, der als i- Tüpfelchen den Spielplatz mit einer Gabionenbank und einem Spielgerät, ein Karussell, aus dem Spendentopf vom Harzer Hexentrail vervollständigt hat. Letzteres wird bei besserem Wetter aufgebaut. „Wir, die Vereine und ich als Ortsvorsteher, wollen mit einer Eröffnungsfeier unsere neu erschaffene Begegnungsstätte einweihen“.

Doch auch die DGH Gbr. war im letzten Jahr nicht untätig und hat durch eine Fachfirma den Fußboden im Flur und Treppenbereich erneuern lassen. Zusätzlich wurde eine Reinigung und Versiegelung im großen Raum durchgeführt. Finanziert wurden diese Maßnahmen erfreulicher Weise aus Überschüssen, die überwiegend auch aus dem Einsatz der freiwilligen Helfer kamen, wofür er allen, die immer da sind, wenn Hilfe gebraucht wird, Danke sagte.

Der Ortsvorsteher schaute aber auch in das neue Jahr und erinnerte daran, dass der 2017 aus der Taufe gehobene Bürgerstammtisch, an dem sich jeder mit Themen rund um Willensen beteiligen kann, auch in diesem Jahr zweimal stattfinden werde. Er wird es wieder ein Osterfeuer geben. Um die Hecke und das Aufbauen kümmert sich erstmals Knut Willamowius mit einer Mannschaft.  Außerdem findet am 21. April der Frühjahrsputz statt, wo man vom Mülleinsammeln bis hin zu arbeiten rund um das DGH wieder eine Menge bewegen wolle.

Dann gehörte die gesamt Aufmerksamkeit den Ehrungen. Während Philine und Finja Opel für ihre sportlichen Leistungen ausgezeichnet wurden, erhielt Astrid Schreiber ein Dankeschönpräsent dafür, dass sie bereits seit 30 Jahren im Vorstand des TSV Willensen vertreten ist. Harmut Pinnecke, Christa Reinbrecht und Herbert Lohrberg wurden für deren Verdienste für die dörfliche Gemeinschaft geehrt. Sebastian Schreiber wiederum wurde eigens vom VzWWI (Verein zur Wahrung Willensener Interessen) für  Arrangement für den Naturschutz in der Gänsekuhle geehrt.

Finja Opel, Sebastian Schreiber, Philine Opel, Hartmut Pinnecke, Herbert Lohrberg, Christa Reinbrecht, Hartmut Nienstedt und Astrid Schreiber (v. li. n. re.). während des Neujahrsempfangs in Willensen. Foto: Petra Bordfeld