Willensen (pb). Auch wenn der Neujahrsempfang etwas verspätet war, zu dem Ortsvorsteher Hartmuth Nienstedt im Namen der Ortschaft Willensen, des TSV, des SoVD, des DRK und des VzWWI (Verein zur Wahrung Willensener Interessen) ins Dorfgemeinschaftshaus geladen hatte, war der Saal der ersten Etage überaus gut gefüllt mit Bürgern dieser Ortschaft und anderen Gästen.

Ohne die Beteiligung der Vereine wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen, die in dieser Konstellation im Gegensatz zu den anderen Ortschaften in der Gemeinde Bad Grund einmalig sei, so der Gastgeber. Denn anstelle des Ortsrates habe er bei den Vereinsvorständen einen würdigen Ersatzortsrat gefunden, die ihm bei allen Ortsangelegenheiten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das wiederum erleichtere ihm die Arbeit sehr und bereite ihm sehr viel Spaß.

Mit Freude stellte Nienstedt fest, dass Willensen nach der Gemeindereform, ein Ortsteil der Gemeinde Bad Grund sei und nicht ein „Anhängsel“ eines anderen Ortsteiles - und das auf Augenhöhe mit den ehemals eigenständigen Gemeinden.

Obwohl Willensen mit nur 321 Einwohnern, 141 Haushalten, 112 bewohnten Gebäuden und keinem Gebäudeleerstand der kleinste Ortsteil in der Gemeinde ist, sei er sehr überzeugt davon, dass diese Umwandlung für Willensen eine enorme Aufwertung mit sich brachte.

So hat Willensen jetzt erstmals ein offizielles Wappen. Die Ortsgeschichte habe nie etwas über ein derartiges Wahrzeichen verlauten lassen. Und ebenfalls seit dem letzten Jahr hat die Ortschaft mit Uwe Ernst einen ehrenamtlichen Ortschronisten.

Das DGH hat im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes eine Außensanierung erfahren, die übrigens von der DGH-GbR mit 4 000 € finanziell unterstützt werden konnte. In Planung sind außerdem die Umsetzung des Spielplatzes, die Erneuerung des Ballfangzaunes und die Sanierung des DGH-Außengeländes. Die beiden Willensener Harzer Hexentrail-Teams konnten bereits die bei der Auslosung erhaltenen  2 500 € Spendengelder für diese Maßnahme dem TSV Willensen übergeben. Beide Teams werden übrigens auch in diesem Jahr wieder an den Start gehen.

Die acht Läufer Sebastian Schreiber, Thorsten Schönrock, Uwe Ernst und Ralf Lohrberg („Willenst(o)ur“) sowie Frank Brakebusch, Angelika Münnich, Jörg Krükeberg und Tobias Allershausen („Willensfakt“) wurden für ihr soziales Engagement zu Gunsten der Ortschaft Willensen ausgezeichnet.

Die Umwandlung Willensens in eine Ortschaft der Gemeinde Bad Grund sei positiv verlaufen, wenn man sich das DGH-Erneuerungsprogramm, den Grünpflegevertrag, die privaten Grünpflegepaten, die Wettbewerbe wie etwa „Unser Dorf spart Strom“ und vieles mehr anschaue. Für all diese Maßnahmen hatten nicht „nur“ die Vereine und viele ehrenamtlich tätige Bürger, sondern auch Gemeinde-Bürgermeister Harald Dietzmann stets ein offenes Ohr gehabt.

Genau der meldete sich ebenfalls zu Wort und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Vereine, die Bürger und der Ortsvorsteher so gut zusammen arbeiten können. Dass in dieser Ortschaft so viele möglich gemacht und zur Verfügung gestellt wird, spreche für sich.

Dietzmann ließ es sich auch nicht nehmen, stellvertretende für alle Bürger der Ortschaft Willensen und auf Antrag des VzWWI, Ortsvorsteher Hartmuth Nienstedt mit einer Urkunde zu ehren. Schießlich sei die Gemeinde auf so viel Organisations- und Ideenpotential, wie es in Willensen anzutreffen ist, angewiesen.

Das sollte nicht die Einzige sein, die Nienstedt entgegennehmen durfte. Denn die erste Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Monika Klapproth, überreichte im Namen aller Vereine und Verbände der Ortschaft eine Urkunde, um Danke für das vielfältige Engagement zu sagen.

Eine ganz besondere Ehrung erfuhr Karl Allershausen seitens der ersten Vorsitzenden des TSV Willensen, Astrid Schreiber. Er durfte ein Dankeschönpräsent dafür entgegennehmen, weil er dem Verein bereits seit 75 Jahren die Treue hält.

Abschließend lud Uwe Ernst noch zu einer Bilderreise durch das Jahr 2014 und den damit verbundenen Aktivitäten ein.

Ortsvorsteher Hartmuth Nienstedt (2. v. li.) zusammen mit den geehrten Willensener Bürgern und Bürgermeister Harald Dietzmann (3.v. re.). Foto: Bordfeld