Willensen (pb). Während des Neujahrsempfangs in der Ortschaft Willensen, der mit einer kleinen liturgischen Feier im Dorfgemeinschaftshaus begann, und mit der Ehrung von verdienten Bürgern ausklang, hob Ortsvorsteher Hartmut Nienstedt besonders hervor, dass der TSV, der VzWWI (Verein zur Wahrung Willensener Interessen), der SoVD und der DRK-Ortsverein nicht nur im „stillen Kämmerlein“, sondern auch im Interesse der gut funktionieren Ortsgemeinschaft aktiv gewesen sind und dies auch weiterhin sein werden.

Man könne mit Recht und auch nicht ohne Stolz sagen, dass man der Gemeinde Bad Grund bewiesen habe, dass eine Ortschaft mit Ortsvorsteher keinerlei Nachteile gegenüber einer Ortschaft mit einem Ortsrat und Ortsbürgermeister hat. Das sei allein schon daran erkenntlich, dass in den anderen Ortschaften der Gemeinde über die Abschaffung der Ortsräte nach-gedacht wird.

Für die Zukunft könne er sich für Willensen, wie es in Windhausen schon praktiziert wird, die Einrichtung eines runden Tisches vorstellen, an dem auch außer den Vereinen noch interessierte Bürger teilnehmen können.

Bei seinem Rückblick auf 2015 vergaß er nicht, mehr, als nur einmal Danke zu sagen. Da gingen beispielweise die beiden Teams WILLENSkraft und WILLENSstark bereits zum zweiten Mal beim HexenTrail an den Start. Wie 2014, war auch diesmal Fortuna ihnen – und somit der Ortschaft - hold. Das bei der Verlosung erhaltene Geld überreichten sie nämlich wieder eine stolze Summe, die für den Spielplatz und das Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung gestellt werden.

Auch die Volksbank im Harz bedachte den TSV und den VzWWI mit einer Spende vom Reinerlös des Prämiensparens. Die Spende überließen die Vereine dem DGH zur Anschaffung von neuen Stühlen.

Und zu guter Letzt habe man auch noch den Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“ mit einem Preisgeld von 5 000 € gewonnen, dass für Klimaschutz- Projekte eingesetzt werden muss und wird.

Nienstedt erinnerte aber auch daran, dass es in Willensen keine Freiwillige Feuerwehr, aber eine ebenso einsatzstarke Löschgruppe der Eisdorfer Wehr gibt. Er ließ es sich auch nicht nehmen, dem ehemaligen Ortsbrandmeister Ernst Ulrich Nienstedt, seiner Stellvertreterin, Maren Schneider, die jetzt stellvertretende Ortsbrandmeisterin in der Wehr Eisdorf/Willensen ist, und den Kameradinnen und Kameraden für deren vorbildliche, ehrenamtliche Tätigkeit danken.

Als weiteres Highlight sollte sich die geplante Gestaltung des Außenbereiches am DGH herausstellen. Mit diesem Thema befasste sich der Arbeitskreis für Dorferneuerung erstmals im Jahr 2009 und erarbeite eine Empfehlung mit dem Titel „Multifunktionaler Aufenthaltsbereich am DGH“. Planer Puche habe dafür ein Kostenvolumen von rund 80 000 € errechnet. Dass sich diese Summe gar nicht als utopisch rausstellen sollte, machte der Ortsvorsteher deutlich.

Auch wenn die Summe 2014 auf etwa 16 000 € zusammengestrichen wurde, sollte sich das aufgrund der geänderten Förderrichtlinien im Januar 2015 erstmals ändern. Mit dem Verkauf der ehemaligen Schule gesellte sich noch einmal die etwas gleiche Summe hinzu. Denn das erworben Geld sollte auch in das DGH-Projekt mit einfließen. Das war aber noch nicht alles. Denn im Herbst 2015 kam noch einmal Bewegung in dieses Vorhaben, die neuen Fördermittel stiegen von 43 % auf 63 %. Somit sollten unterm Strich der erneuten Planung 71 000 € herauskommen, die der Rat der Gemeinde Bad Grund bereits genehmigt hat. Schießlich seien jetzt Fördermittel in der stolzen Höhe von 44 700 € zu erwarten. Wenn die Genehmigung in Göttingen zügig von statten geht, könnte noch in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgen.

Der Redner verschwieg aber auch den Wehrmutstropfen nicht, der aus den beiden Spielgeräten auf dem alten Spielplatz hervorgerufen wurde. Der Zahn der Zeit hatte letztendlich dermaßen an ihnen genagt, dass sie aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten. Dort jetzt aber noch neue zu errichten, um sie dann erneut abzubauen und auf dem neuen Platz am DGH aufzubauen, wäre doppelt gemoppelt und überflüssig. Er bat Eltern und Kinder um noch etwas Geduld.

Auf den für dieses Jahr geplanten Ausbau der Fissekenstraße zu sprechen kommend, betonte er, dass auch hier für die geplanten Bürgersteig Fördermittel aus der Dorferneuerung beantragt wurden. Diese Gelder kommen letztendlich nicht nur der Gemeinde zugute, sondern entlasten auch anteilig die Anlieger.

In dem Zusammenhang bedanke er sich bei Bürgermeister Harald Dietzmann, der Verwaltung und dem Rat der Gemeinde Bad Grund für die gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt aber auch den ehrenamtlichen Helfern/innen, die überall zugegen waren, wo Hilfe benötigt wurde. Ob das nun die Grünpflege, der Frühjahrsputz, die Bewirtung, Reinigung sowie Renovierung des DGH und vieles andere mehr war, man habe sich immer auf Unterstützung verlassen können.

Willensens Ortschronist Uwe Ernst lud dann zu einer bunten Bilderreise in die 365 Tage des Jahres 2015 ein, was bei den Gästen manch eine Erinnerung und Schmunzeln hervorrief.

Zum krönenden Abschluss erfolgten die Ehrungen seitens der ersten Vorsitzenden des TSV, Astrid Schreiber, und des DRK-Ortsvereins Willensen, Monika Klapproth, sowie des Ortsvorstehers. Sie alle erhielten von Hartmut Nienstedt nicht „nur“ eine Urkunde, sondern als Ehrengabe eine Kaffeetasse, auf der neben dem DGH auch das Ortswappen zu sehen ist.

Elke Ernst-Groß, Frank Brakebusch, Katrin Schönrock, Uwe Ernst, Else Kügler, Heinz Reinbrecht, Karla Schreiber, Thorsten Schönrock,
Hartmut Nienstedt, Ralf Lohrberg und Miriana Ernst freuten sich über den gelungenen Neujahrsempfang und die Ehrungen. Foto: Bordfeld

EHRUNGEN

50 Jahre im TSV Willensen und dörfliches Engagement: Heinz Reinbrecht

50 Jahre im DRK Willensen:                       Karla Schreiber und Else Kügler

Beide HexenTrail-Teams:                     WILLENSkraft und WILLENSstark