Osterode. Ein Teilnehmer berichtet von seiner Gruppe:

60 km vom Team 34 GGP runs 4 you:

Vorab: es war eine super Veranstaltung, perfekte Orga von der Pasta Party und dem Streckenbriefing bis hin zu den Check- und Wasserpunkten.

Ganz selbstbewusst haben wir uns um 5:30 Uhr, als es noch dunkel war, mit Kopflampen direkt hinter dem vermeintlich schnellen Team `s angestellt und sind gleich beim Start losgelaufen über den Kornmarkt vorbei am alten Kino zur Sösebrücke zum Parkplatz Bleichestelle. (Hier hatte ich schon leichte Stiche in der linken Wade und dachte, das war es für mich, konnte es aber in der Folge gut rauslaufen und dann auch vergessen.)  

Am Eseltreiber-Platz mussten wir den ersten Stempel auf dem Kontrollbogen Stempeln, Hier war auch eine Trommelgruppe die allen Läufern gut einheizte. Weiter ging es Richtung Mangelhalber Tor anschließend steil bergab Richtung Lerbach, hier war der erste Checkpoint nach ca. 9 km, wir habe uns an- und gleich wieder abgemeldet und sind wieder los auf die Strecke bergauf, teilweise über enge Trials Richtung Kuckholzklippe. Am Parkplatz obere Einfahrt Lerbach haben Dirk und Anja uns mit Wasser, Essen und aufmunternden Worten empfangen.

Weiter ging es vorbei an der Kuckholzklippe Richtung Restaurant Alraune durch den aufsteigenden Nebel, kurz vor dem Prinzenteich ca. 17 km war ein Wasserpunkt eingerichtet, schnell was gegessen und getrunken und weiter ging es - ab hier waren ein Team direkt vor und eines hinter uns, beide Teams von Sigma.

Nächster Stempel Lasfelder Tränke 19 km bis hier war es angenehm zu gehen/Laufen bis zur Kaysereiche wieder Stempeln.

Am Checkpunkt Untere Innerste wieder kurz was trinken und essen. Unsere Suporter Dirk und Anja waren auch vor Ort nach ca. 24 km hatten wir einen Vorsprung von 30 min rausgelaufen. Dennis hatte sich die Mühe gemacht und einen Strecken und Zeitplan erstellt

( Gesamtzeit 10:15 STD dazu später mehr ).

Weiter ging es Richtung Hasenbacher Teich, wieder Essen und Trinken, Martin wechselte seine normalen Schuhe auf Siebenmeilen-Stiefel und eine Laufhose (mir schwahnte Böses ;-) )

Der Nächste Ceckpoint war am Campingplatz Prahljust. Anmelden, abmelden und weiter zur Stempelstelle Braunseck ca. 33 km, steil bergab Richtung Kammschlacken wieder ein Ceckpoint.

Km 37 Vorsprung mittlerweile fast 37 min. Jetzt war nur noch das eine Team von Sigma mit uns zusammen unterwegs.

Was jetzt folgte nenne ich persönlich die Hölle, der Aufstieg zur Hanskühnenburg über Platz der Trakehner - Eleonorenblick - Auerhahnplatz über den Acker zur Hanskühnenburg. Martin und Daniela waren den Berg nur so raufgeflogen Dennis hat mich immer wieder angetrieben und mir die tollsten Sachen versprochen und erzählt. Ohne Dennis hätte ich viel mehr Zeit gebraucht.

Angekommenen an der Hanskühnenburg am nächsten Checkpoint, Stempeln 43 km und dabei erfreut über den Vorsprung vor dem Plan von  ca. 45 min. An- und abmelden und weiter.

Wir fingen an zu rechnen und wussten dass wir es knapp unter 10 STD schaffen können, wenn nix passiert, so etwas beflügelt ungemein. Plötzlich war ein Team vor uns und wir konnten es einholen und auch überholen, es war ein Team von denen, die 30 Km laufen.

Es ging wieder bergauf und bergab bis zur Sösetalsperre, hier noch zwei weitere Teams der 30er überholt, 54 km waren im Sack, Vorsprung gehalten, etwas trinken und essen und weiter natürlich bergauf bis zur Kreuzung Hundscherweg und wieder bergab zur Bleichestelle. Mein Akku war mehr als leer selbst bergab konnte ich nicht mehr laufen und habe dem Team leider den Platz 8 versaut.

Durch die Stadt zum Ziel und fertig war der Hexentrail 2015 für uns in der Zeit von 9:21 Std.

Vorsprung auf den Zeitplan von Dennis sage und schreibe 54 min. Das war der Platz 9 von 79 Teams.

Glücklich, Stolz und geschafft haben wir die Party im Ziel genossen. Danke an alle Spender, den Supportern, Kollegen, Helfer und allen die uns zugejubelt haben.

Bei all´ den sportlichen Akzenten wollen wir natürlich auch nicht den eigentlichen Zweck der Veranstaltung vergessen: Über 40.000 Euro an Spendengeldern sind von den 79 Teams gesammelt worden und wurden am Samstagabend in kleinen Teilen aufgeteilt verlost.

Um den perfekten Tag abzurunden, hat auch noch unser Spendenvorschlag gewonnen und die NABU Osterode darf sich über den Betrag von 1.500 Euro freuen. Die NABU möchte das Geld in eine neue Motorsense für Ihre Streuobstwiesen investieren.

Bernd Rösnick