Südharz/Northeim. Es ist ‚höchste Eisenbahn für den Südharz‘ mahnt die Initiative der Südharzregion in ihrem Slogan und macht damit auch klare Chancen deutlich: „Mit einem gut ausgebauten und transparenten ÖPNV-Angebot wird die Qualität des Wohn- und Lebensumfelds in den ländlichen Regionen verbessert und zusätzlich ein attraktiveres Angebot für Urlauber geschaffen.“, so der Bundestagsabgeordnete Roy Kühne.

„Gerade in unserer Region, in der die touristischen Potentiale auch besonders im Bereich des Gesundheitstourismus liegen, ist eine gute ÖPNV-Anbindung Grundvoraussetzung für eine positive touristische Entwicklung.“ erklärt der Experte im Tourismusausschuss für die Themen ‚Tourismus für Menschen mit Behinderung‘ und ‚Gesundheitstourismus‘ weiter.

Das Schicksal, keine direkten und umsteigefreien Fernzugverbindungen aus den Ballungsräumen mehr zu haben, teilt der Harz auch mit anderen Urlaubsregionen. Die Nord- und Ostseeküste sowie die Alpen haben diese Verbindungen allerdings noch. Direkte Verbindungen zu fordern, sei illusorisch, erklärt Michael Reinboth Sprecher der Initiative der Südharzregion in seinem Thesenpapier. Umso wichtiger sei es, die – in punkto Häufigkeit und Schnelligkeit durchaus gute – Anbindung des Harzes von überflüssigen Umsteigevorgängen zu befreien und damit für den Fahrgast stabiler zu gestalten. Auch im Bereich der Fahrgastinformation gibt es zahlreiche Verbesserungsvorschläge. „Mit den von der Bahn zum Jahresende angekündigten Fahrplanänderungen werden einige dieser Forderungen bereits aufgegriffen.“, freut sich Roy Kühne. „Göttingen ist künftig mit nur einem Umstieg in Paderborn an das Ruhrgebiet angebunden. Zudem wird mit der Beschleunigung der morgendlichen Pendlerzüge von Nordhausen und Herzberg nach Göttingen sichergestellt, sodass auch der Anschluss des ICE nach Frankfurt erreicht werden kann.

Einen nach wie vor großen Nachholbedarf sieht die Initiative im Bereich der Fahrpreisgestaltung und Vernetzung über Ländergrenzen. Es gibt bereits vorbildliche und für Urlaubsgäste reizvolle Beispiele wie etwa die KONUS-Karte im Schwarzwald, die dort überall und nicht nur – wie HATIX – in bestimmten Landkreisen gilt.

„Die Initiative der Südharzregion leistet durch konstruktive Forderungen einen wegweisenden Beitrag für eine zukunftsfeste, wirtschaftliche Planung in unseren ländlichen Regionen im Harz und im Harzvorland. Ihre Positionen sollten in der Landesplanung unbedingt Berücksichtigung finden.“, fordert Roy Kühne abschließend.