Osterode. Der Northeimer Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne, der für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Mitglied im Ausschuss für Gesundheit tätig ist, hat am Freitagmorgen als Praktikant eine Pflegefachkraft der Diakonie Harzer Land Sozialstation in Osterode bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten begleitet.

„Mir reicht es nicht, als Politiker nur über die Arbeit in der Pflege in Berichten zu lesen. Um ein klares Bild zu bekommen, muss ich die Praxis kennen.“, erklärt Dr. Kühne seine Motivation. In den Morgenstunden stand dementsprechend die Begleitung einer Pflegefachkraft bei der ambulanten Versorgung auf dem Programm. Der Gesundheitspolitiker konnte beim Anlegen von Thrombosestrümpfen, bei der Morgenhygiene und bei der Bereitstellung von Medikamenten unterstützen und führt weiter aus: „In der Pflege treten hohe körperliche und psychische Belastungen auf. Dazu kommt der Zeitdruck durch die enge Taktung der Termine sowie die Dokumentation. Ich habe sehr großen Respekt vor dieser Arbeit und den hier tätigen Menschen!

Durch die von der Bundesregierung verabschiedeten Pflegestärkungsgesetze stehen der Pflege ab 2017 jährlich fünf Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. Der Focus wird zukünftig auf der besseren Berücksichtigung der individuellen Situation von Pflegebedürftigen und einem Abbau von Unterschieden im Umgang mit körperlichen und geistigen Einschränkungen liegen. Durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wird der tatsächliche Unterstützungsbedarf besser erfasst.

Mit dem aktuell diskutierten Pflegeberufsgesetz wird eine langjährig vorbereitete Reform der Pflegeberufe umgesetzt. Die Einführung einer vereinheitlichten Pflegeausbildung soll zukünftig die Kompetenzen vermitteln, die angesichts der zunehmend komplexer werdenden Pflegesituationen und unterschiedlichster Pflegekontexte notwendig sind.

„Ich danke der Diakonie Harzer Land für diese Möglichkeit und nehme viele und vor allem wichtige Eindrücke mit in die politische Diskussion nach Berlin. Gerade für unsere ländliche Region ist es enorm wichtig, dass die Versorgung der Menschen gut funktioniert, damit sie so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können.“ resümiert Dr. Kühne abschließend.