Von Freude und von Nachdenken geprägtes Erstaunen riefen diverse Mitteilungen von Fachbereichsleiter der Bau- und Ordnungsverwaltung Fred Langner hervor. Denn er ließ durchblicken, dass Erneuerungen der unterschiedlichsten Art in Windhausen, Willensen und insbesondere in Gittelde anstehen.

In dem Flecken wird voraussichtlich noch vor den Herbstferien im Rahmen der Schulwegsicherung die Vorfahrtsregelung in der Dr.-Heinrich-Uhde-Straße geändert. Denn bei einer erneuten Begehung dieses Straßenzuges auf Einladung der Straßenverkehrsbehörde wurde letztendlich festgestellt, dass die dort noch vorhandene Vorfahrtsberechtigung zurückzunehmen sei. In einer 30er-Zone gebe es nach geltendem Recht schließlich keine Vorfahrtsstraßen. Es gelte in solchen Zonen immer rechts vor links. Um auf diese Änderung aufmerksam zu machen, werde schnellstmöglich  eine neue Beschilderung erfolgen.  Solange die bestellten neuen Schilder aber nicht geliefert und damit nicht aufgestellt sind,  bleibt die alte Beschilderung noch erhalten, um keinen regelungs- beziehungsweise keinen hinweisfreien Zeitraum zu haben.

Fred Langner informierte aber auch darüber, dass Windhausen eine zweite Straßenbeleuchtungsschaltstelle erhalten müsse, damit die Ortschaft bei einem auftretenden größeren Kabelfehler nicht mehr vollends im Dunkeln stehe. Die HarzEnergie habe empfohlen, im Bereich des Badeplatzes diesen zweiten Kasten zu installieren. Dafür müssten aber rund  4 500 € im Haushalt 2018 bereitgestellt werden. Die Ausschussmitglieder nahmen diesen Vorschlag mit einem zustimmenden Nicken zur Kenntnis. 

Für diese Ortschaft müssten auch weitere etwa 30.000 € im neuen Haushalt für 2018 berücksichtigt werden. So muss der etwa 120 Meter lange, sehr ins Alter gekommene Holzschutzzaun im August-Ort-Weg längs des Schlungbaches gegen einen neuen, stabilen ausgetauscht werden. Gedacht sei dabei auch mit Blick auf die Unterhaltung an einen Zaun aus Metall, ähnlich dem, der erst kürzlich am Kleinfeldsportplatz in Willensen aufgestellt wurde. Dafür müssten  grob geschätzt circa 15 000 € aufgebracht werden. Die gleiche Summe müsse für die Brücke über dem Schlungbach einkalkuliert werden. Denn, auch wenn in diesem Jahr der eine oder andere defekte Balken erneuert wurde, dürfe die Grundsanierung dieses Baumwerkes nicht außer Acht gelassen werden. Auch hier war eine zustimmende Kenntnisnahme durch die Ausschussmitglieder zu verzeichnen.

Auf den Rösteberg in der Bergstadt Bad Grund und den Mühlenbeu in Eisdorf zu sprechen kommend verwies Langner darauf, dass es mit Blick auf die Haushaltslage der Gemeinde Bad Grund zwei Möglichkeiten gebe, diese beiden Vorhaben zur Ausführung zu bringen. Sollte es gelingen, die Fördermittel für den Eisdorfer Straßenzug aufzustocken und den Verwendungszeitrum dieses Geldes zu verlängern, stünde die Kanalarbeit im Rösteberg an erster Stelle. Sollte der Wunsch für Eisdorf nicht in Erfüllung gehen, müsse der Straßenausbau Mühlenbeu an erste Stelle rücken, damit die Fördermittel nicht verloren gehen. Hintergrund für diese Vorgehensweise sei die gegenüber den Vorjahren zu beobachtende Preisentwicklung im Bausektor. Die BUF-Mitglieder sprachen sich – ebenso wie der Werksausschuss – für die Entscheidungs-Flexibilität aus.

Auf den neuen, von der Gemeinde eingerichteten Spielplatz von in Willensen zu sprechen kommend, ließ Langner durchblicken, dass sich was in der Vereinslandschaft dieser Ortschaft getan hat. Sie will die Anschaffung eines Kinder-Karussells finanzieren, hegt aber den Wunsch, dass dieses fachgerecht von der Gemeinde aufgestellt wird. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass dieser Wunsch noch in diesem Jahr in Erfüllung gehen möge. Die Aufstellungskosten würden aus dem Budget für 2017 sichergestellt.

Auf den B-Plan „Vor der Welt“ in Gittelde eingehend, legte der Fachbereichsleiter offen, dass auch der BUF dem Planungsentwurf zustimmen müsse, bevor er vom Rat für die Einleitung des weiteren Verfahrens verabschiedet werden könne. In dem Planentwurf werde ein kleines Wohngebiet ausgewiesen, in dem eingeschossige Bauten errichtet werden dürften, die sich weitgehend in das Bild der in der Nachbarschaft schon stehenden Gebäude einfügen. Der Planentwurf und die dazugehörige Begründung wurden einstimmig angenommen.

Ebenso einstimmig wurde die erste Änderung des das Höhlenerlebniszentrum bei der Iberger Tropfsteinhöhle betreffenden B-Planes angenommen. Dieser Antrag kam ins Gespräch, da es in dem vor etwa zehn Jahren eröffneten Objekt an allen Ecken und Enden kneife und drücke, so Langner. Laut Betreiber fehlten Flächen für Sonderausstellungen erworbener Exponate ebenso, wie Arbeitsflächen und Büroräume. Der Hausmeister habe außerdem keine vernünftigen Räumlichkeiten. Deswegen wurde vom Träger die Planung entwickelt, das Objekt baulich auf eine notwendige Größe zu erweitern. Dieses Vorhaben dürfe auch nicht vor den Stellplätzen Halt machen, insoweit sei somit eine teilweise Neuordnung der Außenflächen ein Thema. Auch aus Sicht der Gemeinde sei dieses Vorhaben sehr wichtig. Die Planungskosten würden vom Museumsträger übernommen. Der Ausschuss empfahl dem Rat den Planentwurf einstimmig zur Annahme.

Aber auch Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel meldete sich zu Wort. Er gab zu bedenken, dass die Brandalarmanlagen die Kameraden und Kameradinnen der Wehren immer wieder auf Trab hielten. Nicht minder unerfreulich sei die Tatsache, dass man bei den alten Einsatzfahrzeugen sehr viel Wartungsaufwand und ebenso viele Reparaturen habe. Jetzt sei auch noch der MTW Windhausen ausgefallen. Man müsse sehen, wie schnell die Ersatzbeschaffung umgesetzt werden könne.

Bevor aber zugehört und Beschlüsse gefasst wurden, stellten erst einmal Klaus König und Anna Goldhagen sich und den Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen vor (www.lpv-goettingen.de), der ein Bündnis für Mensch und Natur sein möchte.. Beide überzeugten so, dass der einstimmige Beschluss fiel, dem Rat der Gemeinde Bad Grund zu empfehlen, ihm beizutreten.

Nicht nur das Vorfahrtsschild, auch die Vorfahrt selbst wird hier bald der Vergangenheit angehören. Foto: Bordfeld