Für die Baumaßnahme der Straße Am Mühlenbeu wurden zusätzliche Fördermittel genehmigt, eine Fristverlängerung konnte nicht erreicht werden

Gemeinde Bad Grund (hn). Wie bereits in den Fachausschüssen deutlich wurde, sind die Kosten für die beiden Straßenausbaumaßnahmen in Eisdorf am Mühlenbeu und in Bad Grund am Rösteberg durch enorme Kostensteigerungen der Gewerke und bei der Entsorgung deutlich gestiegen.

Zumindest bei der Maßnahme in Eisdorf konnte die Verwaltung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms einen Nachtragsantrag in Höhe von 100000 Euro stellen. Im gleichen Atemzug wurde auch eine Fristverlängerung für die Maßnahme beantragt. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mitteilte, sei man telefonisch vom Amt für regionale Landesentwicklung darüber unterrichtet worden, dass 80000 Euro als zusätzliche Förderung nachgelegt werden können. Eine Fristverlängerung konnte jedoch nicht genehmigt werden, da die Fördermittel aus Haushaltsresten 2016 stammen. Demnach müsse die Maßnahme bis zum 15. Juni 2019 abgeschlossen sein, weswegen man die Baumaßnahme in Bad Grund erst einmal hinten an stelle. Im Frühjahr solle mit dem Mühlenbeu begonnen werden. „Das bedeutet für den Rösteberg in Bad Grund nicht zwingend eine Absage“, so Dietzmann, diese werde Anfang 2018 ausgeschrieben.

Während der Sitzung wurde auch der Revierförster Dietmar Mann in beratender Funktion als Regionalbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege im Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschuss benannt. Außerdem wurde in das Amt des ehrenamtlichen Ortsheimatpflegers in Eisdorf Helge Altmann berufen. Da Diana Borchers aus beruflichen Gründen bereits im Februar dieses Jahres ihr Ehrenamt als Heimatpflegerin niedergelegt hatte, hatte Altmann dieses seitdem kommissarisch ausgefüllt. Einen positiven Zwischenstand über die Umsetzung des Haushaltsplanes 2017 konnte der Kämmerer Volker Höfert geben. „Insgesamt ist der Verlauf stabil“, so Höfert „das ist erfreulich, weil momentan grundsätzlich keinerlei Risiken zu sehen sind, die zum Handeln veranlassen“. Mehreinnahmen über 140000 Euro könne man bei der Gewerbesteuer verzeichnen, wie auch bei den Schlüsselzuweisungen in Höhe von 50000 Euro. Mit einer Zusatzbelastung von 55000 Euro rechne man bei den Kindertagesstätten. Erfreulich sei besonders, dass das erwartete verhältnismäßig geringe Haushaltsdefizit von 39000 Euro sogar ins Positive entwickelt werden konnte. Momentan stünde man sogar mit rund 100000 Euro im Plus. „Das ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass wir in einem ausgeglichenen Haushalt angekommen sind“, so der Kämmerer, wobei man natürlich den negativen Wert bei den Kassenkrediten in Höhe von rund sieben Mio Euro nicht vergessen dürfe. In der Einwohnerfragerunde berichtete der erste Vorsitzende des Kur-und Touristikvereins Bad Grund, Karl-Hermann Rotte, darüber, dass sich ein Urlauber per Brief an ihn gewandt habe, und sich über den ungepflegten Zustand des Kurortes durch verdreckte Beschilderungen und Unkraut auf dem Marktplatz beschwert habe. Rotte betonte auch das Problem beim Einstieg für Wanderer am Hübichsteg. Dieser sei schon zwei Jahren gesperrt, weil dort der Weg eingebrochen ist. Dies sei eine Zumutung für Einheimische und Gäste, da es sich dabei um einen ausgewiesenen Einstieg in den Wanderweg handelt. Hier könne die Gemeinde aus juristischen Gründen nicht in Vorleistung gehen, um den Weg wieder herzustellen, da der Verursacher der Nachbar sei.

 

Eisdorf hat einen neuen Ortsheimatpfleger. Der 41-jährige Helge Altmann hat das Ehrenamt von Diana Borchers übernommen (Foto: Herma Niemann).