Es bleibt bei dem im vergangenen Jahr verabschiedeten Ansatz, auch ohne Zuschuss des Landkreises Göttingen

Gemeinde Bad Grund (hn). Die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur und Tourismus waren sich einig, dass der Zuschuss für die Senioren-Arbeit in der Gemeinde Bad Grund nicht wieder zurück gekürzt wird, sondern bei dem Ansatz von 10800 Euro bleibt.

Vor einigen Jahren wurden diese Mittel aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage der Gemeinde auf 8.800 Euro gekürzt und im vergangenen Jahr wieder auf den ursprünglichen Betrag heraufgesetzt, allerdings mit dem Zusatz, beim Landkreis Göttingen einen Zuschuss zu beantragen. Dies habe man getan, aber noch keinen Bescheid erhalten, so der Fachbereichsleiter für Familie und Soziales, Stephan Mantel, auf der Sitzung am Mittwoch. Im Übrigen seien im Altkreis Göttingen für die Seniorenarbeit keine Mittel im Haushalt eingeplant. Dennoch sehe der Fachbereichsleiter diese Mittel nicht unbedingt nur als eine freiwillige Aufgabe an, sondern verwies dabei auf den Paragrafen 12 des Sozialgesetzbuches. „Wir haben nicht vor, von dem Budget was abzuknapsen“, so Ausschussmitglied Erich Sonnenburg „wir waren ja froh, den Zuschuss erhöhen zu können“. Die Verwaltung hatte zu dieser Sitzung auch Diejenigen eingeladen, die sich in den Ortschaften um die Seniorenarbeit kümmern. Und so berichtete Werner Schaper aus Gittelde, dass viele der älteren Generation froh seien, durch die Erhöhung des Zuschusses für die organisierten Ausflugsfahrten weniger Selbstbeteiligung zahlen zu müssen. Der Ausschussvorsitzende dankte bei der Gelegenheit allen, die sich in den Ortschaften der Gemeinde ehrenamtlich um die Senioren kümmern.

In seinem Bericht erwähnte Mantel, dass in Lasfelde eine Heilpädagogische Kindertagesstätte in Zusammenarbeit der Stadt Osterode und der Lebenshilfe Herzberg entstehe. Zunächst seien dort jedoch erstmal nur sechs Stellen vorhanden. Außerdem sollen im Zuge der Landkreisfusion die Familienzentren, die es im Altkreis Göttingen oftmals in Anlehnung an die Kindertagesstätten gibt, auch auf den Altkreis Osterode ausgedehnt werden, so Mantel. In den Zentren sollen Eltern wohnortnah in Erziehungskompetenzen gestärkt werden. Es wäre wünschenswert, wenn wir hier auch ein Zentrum einrichten könnten, das nicht nur in frühkindlichen sondern auch in Alltagsfragen Rat geben kann.

Der Kämmerer Volker Höfert berichtete, was sich inzwischen in Bezug auf die Umgestaltung des Bergbaumuseums Knesebeckschacht in Bad Grund im TRAFO-Modell (Modelle für Kultur im Wandel) getan hat. Inzwischen wurde die Potenzialanalyse präsentiert. Als positiv bewertet wurden dabei die vielen Veranstaltungen, die gepflegten Anlagen und die rund 2000 Besucher im Jahr. Als Schwächen gelten zum einen die schmale Parkplatzsituation und zum anderen, dass der Eingang immer den Eindruck erwecke, das Museum sei geschlossen. Auch die eingeschränkten Öffnungszeiten und die nicht vorhandenen zielgruppenorientierten Führungen wirken sich nicht positiv aus. Dennoch sei dort ein großes Potenzial vorhanden, so dass ohne großen Aufwand die Besucherzahlen vervier- oder verfünffacht werden könnten. Da gebe es unter anderem die Möglichkeit der Einführung eines Kombitickets zusammen mit dem Höhlenerlebniszentrum. Eine emotionale Aufwertung könne durch Lautsprecherboxen mit Motorengeräuschen der Maschinen erfolgen oder durch spezifische Angebote für junge Leute und Familien mit Kindern. Großes Manko sei jedoch der fehlende Nachwuchs an Personal. „Das wird eine große Hürde sein, mehr engagierte Leute zu finden“, so Höfert. Dennoch können sich die Bad Grunder demnächst schon einmal über den ersten Schritt freuen, denn es soll von Seesen kommend auch eine Hinweisbeschilderung erfolgen. Insgesamt stehen für die Modernisierung rund 150000 Euro aus der Kulturstiftung des Bundes zur Verfügung.