Gemeinde Bad Grund (pb). Dass die Brücke, die beim ehemaligen Mende-Verwaltungsgebäude über die Markau führt, seitens des Landkreises erneuert werden soll, wusste der Fachbereichsleiter Bau- und Ordnungsverwaltung Fred Langner während der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Feuerschutzausschusses zu berichten. Eine Aufweitung der Fahrbahn, die ein Engpass für LKW ist, sei nach seiner Kenntnislage vom Kreis allerdings nicht vorgesehen.

Nicht unerwähnt ließ er aber auch, dass die Ausschreibung für den Ausbau des Mühlenbeus in Eisdorf seitens der Bauwirtschaft kein Angebot ergeben habe und dass in Windhausen im Zuge der Ortsdurchfahrt in Höhe der Einmündung Kirchplatz / Untere Harzstraße ein Teilstück des Bürgersteiges gesperrt werden müsse. Der Grund liege darin, dass der Landkreis dazu wegen des angrenzenden Hauses und seines Zustandes dazu aufgefordert habe. Die zu ergreifenden Sperr- und Beschilderungsmaßnahmen seien deshalb mit der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei vor Ort abgestimmt worden.

Fred Langner war aber nicht der einzige, der diverse Mitteilungen übermittelte. Denn zu Beginn legte Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel offen dar, dass die Freiwilligen Feuerwehren in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres schon 20 Einsätze der unterschiedlichsten Art abgearbeitet hätten. Dazu gehörten Fehlalarme und Täuschungsalarme, ein schwerwiegender Bahnunfall und einige Brandeinsätze. Die 14 Schadensfälle, für die „Friederike“ gesorgt hatte, habe man entgegen aller politischen Äußerungen zusammen mit der neuen Leitstelle ohne Komplikationen in den Griff bekommen. Dafür hätte das Bremsversagen des Drehleiter-Fahrzeuges bei einer Einsatzfahrt erhebliche Probleme bereitet, die mit nahezu 7.000 Euro beseitigt werden mussten. Es müsse langsam damit begonnen werden, darüber das Fahrzeug dem Grunde nach nachzudenken.

Langner kam dann auf den Bebauungsplan Nummer 24 zu sprechen, in dem es um das Ergebnis der Behörden- und Trägerbeteiligung und der offiziellen Auslegung sowie Abwägung des Gittelder Gebietes „Vor der Welt“ ging. Er betonte, dass bereits in den  letzten Sitzungen darüber ausführlich diskutiert worden war. Aufgrund des sehr überschaubaren Rücklaufs seien keine größeren Belange abzuwägen, um das Verfahren dem Ende zuzuführen. Jetzt müsse im Prinzip der Rat der Gemeinde Bad Grund zusammen mit der Abwägung „nur“ noch den Satzungsbeschluss fassen. Der Ausschuss stimmte dem hundertprozentig zu.

Bei dem zu fassenden Beschluss zur Änderung des B-Planes der Iberger Tropfsteinhöhle liege im Prinzip dieselbe Sachlage vor. Denn auch da ging es um das Ergebnis der Behörden- und Trägerbeteiligung sowie der öffentlichen Auslegung und Abwägung. Da man hier habe ein verkürztes Verfahren durchziehen können, sei im Prinzip alles bekannt. So seien weder Stellungnahmen noch andere Rückläufe zu verzeichnen, die dem Erweiterungs-Plan hätten im Weg stehen können. Im Zusammenwirken mit der staatlichen Forstverwaltung und dem Maßnahmenträger sei für einen ganz kleinen Ausgleichsbedarf eine entsprechende Vereinbarung erarbeitet und abgeschlossen worden, mit welcher der Landkreis Göttingen als Naturschutzbehörde ebenso zufrieden sei wie die Forst.

Auch diese Maßnahme wurde seitens der Ausschussmitglieder ebenso einstimmig angenommen wie die dritte Änderung des B-Planes „Hilfe Gottes“ in Bad Grund. Für das Gebiet mit dem ehemaligen Wohnhaus einer Wohnungsbaugesellschaft im rückwärtigen Bereich des Heinz-Gruppe-Hauses, das in Privateigentum übergegangen ist, kamen während des Planverfahrens seitens der Bodenschutzbehörde Hinweise, dass der Boden sehr in Nähe des Bergwerkes liege. Man möge sich die Bodensituation näher anschauen. Im Ergebnis ergaben sich aufgrund einer Begutachtung keine Bedenken, die gegen die Planung sprechen würden. Damit seien auch hier alle in Frage kommenden Belange abgewogen und abgearbeitet und der Rat habe jetzt auch hier mit dem zu fassenden Satzungsbeschluss das letzte Wort.

Bei dem Tagesordnungspunkt „Wohnbaulandausweisung in Ortsrand- und Innerortsanlagen“ war man sich einig darüber, dass man sich schon vor geraumer Zeit damit befasst hätte und laut Abgrenzungssatzung viele Ortsrandlagen „abgearbeitet“ worden seien. Für weitere Ausweisungen sei man nicht sehr fündig geworden. Man werde dann reagieren, so der Ausschuss, wenn Interesse auf- und ein konkreter Antrag ankomme. Grundsätzlich wollen aber alle Ausschussmitglieder dem Objekt positiv gegenüber stehen.

Weiter war man sich im Thema „Straßenunterhaltung“ einig. Um das dafür im Rahmen der Haushaltsplanung für 2018 und die Folgezeiten aufgestockte Budget auch richtig einsetzen zu können, sollten erst einmal die Ortsbürgermeister und der Ortsvorsteher die Straßen ihrer Dörfer anschauen und Schwerpunkte ausgucken. Erst daran anschließend wird sich der BUF-Ausschuss im Rahmen der Frühjahrsbegehung auf den Weg machen. Fred Langner mahnte in dem Zusammenhang an, dass man sich, so wie es mit der Budgetaufstockung auch vom Rat gewollt sei, erstmal große Dinge anschauen und nicht mit kleinen Flickstellen beschäftigen solle.

Auf die vom Landkreis Göttingen geplante Brückensanierung im Zuge der Thüringer Straße über die Markau zu sprechen kommend, verwies der Fachbereichsleiter darauf, dass der Landkreis als zuständiger Projektträger nach derzeitiger Kenntnislage die Ausschreibung sehr zeitnah vorbereiten und durchführen wolle.. Mit Beginn der Bauarbeiten sei eine Umleitung nötig. Sie wird mangels Alternativen über die Sägemühlestraße, die Industriestraße bzw. Im Kampe führen. Wie lange die Brückensanierung dauern werde, kann allerdings nicht gesagt werden.

Fest stehe dahingegen, dass der Rhumeverband sein Unterhaltungs-Konzept für 2018 aufgestellt und verabschiedet habe. So werde er nach seiner Planung im Gemeindegebiet in 2018 ca. 83 000 Euro investieren. Wenn der Verband das nicht täte, käme die Gemeinde Bad Grund nicht mit der Überweisung des Mitgliedsbeitrages von ca. 35 000 € davon. Langner lobte in dem Zusammenhang die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Rhumeverband.

Weniger erfreulich sehe es derzeit mit dem angestrebten Straßenausbau des Mühlenbeus in Eisdorf aussehen. Denn auf die Ausschreibung habe sich nicht eine interessierte Firma gemeldet, die den Ausbau übernehmen möchte. Derzeit seien Gemeinde und Ingenieurbüro deshalb damit befasst, Möglichkeiten einer sachgerechten Fortsetzung auszuloten. „Damit beginnt eine im Moment spannende Zeit der Dorferneuerung“, so Langner.

Diese Brücke soll erneuert werden. Foto: Petra Bordfeld