Der Gemeinderat befasst sich auch mit einem Sachstandsbericht zum Schulstandort Badenhausen

Gemeinde Bad Grund (hn). Auch wenn der Göttinger Landrat Bernhard Reuter am vergangenen Dienstag bei der Demonstration gegen die Schulschließung der Oberschule Hattorf in Göttingen vor dem Kreishaus eine Indizwirkung für die Oberschule (OBS) in Badenhausen in Aussicht gestellt hatte, machen der Schulelternrat, Eltern und weitere an der Aktion

Interessierte weiter und sammeln kräftig Unterschriften für den Erhalt der OBS. Der Kreisausschuss hatte in der vergangenen Woche mehrheitlich dafür gestimmt, dass die Oberschule in Hattorf erhalten bleibt, solange die Zweizügigkeit gewährleistet sei, sich also mindestens 29 Schüler zum jeweils neuen Jahrgang anmelden.

Am vergangenen Sonnabend hatten sich Kathrin Schwob und Bernd Hausmann mit einem Stand vor dem Edeka-Markt in Gittelde/Teichhütte positioniert und in rund vier Stunden über 200 Unterschriften zusammen bekommen. „Man braucht hier kaum Überredungskunst“, sagte Bernd Hausmann „die Menschen wissen, um was geht und unterschreiben gerne“.  Schwob habe lediglich einigen wenigen erklären müssen, um welche Schulform es sich bei der OBS handele, nämlich um, einfach erklärt, ein verlängertes Orientierungsstufen-System. Mit den ersten Rückläufern der in Geschäften ausgelegten Unterschriften-Listen, kommen sie dabei jetzt auf die stolze Summe von über 800 Unterschriften.
Die Online-Petition haben zum jetzigen Stand knapp 1700 Menschen unterzeichnet.

In einer Pressemitteilung des  Schulelternrats begrüßt dieser eine eventuell beschlossene Kompromisslösung für die OBS Badenhausen. Die Sprecherin Tanja Kleindienst gibt darin auch bekannt, dass sich der Schulelternrat der OBS in der vergangenen Woche zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengefunden hatte, wozu auch Vertreter der für den Einzugsbereich betroffenen Grundschulen eingeladen waren.

„Wenn Herr Riethig in Göttingen meint, mit seinen Äußerungen die Anmeldungen für das kommende Schuljahr reduzieren zu können, so unterschätzt er den Willen aller Betroffenen, sich für diese Schule einzusetzen und alles Mögliche dafür zu tun, um auch weiterhin eine dauerhafte Zweizügigkeit zu gewährleisten“, so Kleindienst. Hierzu werde man insbesondere aktive Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung in den kommenden Wochen und Monaten betreiben. Kleindienst betonte weiter, dass es einer offiziellen Botschaft aus Göttingen bedarf, um die gefühlte Schwebesituation zu beenden, um den Schülern und Eltern Sicherheit zu geben.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, dass der Landkreis Göttingen als Schulträger die Anforderungen, die er an den Schulstandort Hattorf nun gestellt habe, auch auf andere Oberschulen anwenden müsse. „Ich gehe davon aus, dass das, was für Hattorf gilt, somit auch für uns gelten muss“.

Auch der Rat der Gemeinde Bad Grund wird sich in seiner kommenden Sitzung im Windhäuser Rathaus mit  dem Thema der Oberschule Badenhausen befassen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem der Antrag der SPD-Fraktion zum Sachstandsbericht und Perspektiven zum Thema OBS. Interessierte Eltern sind dazu herzlich eingeladen.

Des Weiteren soll am Freitag, 23. März, um 19 Uhr ein öffentliches Gespräch mit dem Kreisdezernenten Marcel Riehtig stattfinden. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Die Online-Petition zum Erhalt der Oberschule in Badenhausen findet man unter: www.openpetition.de/petition/online/kampf-um-den-schulerhalt-der-obs-badenhausen-harz.